Archiv: Verantwortung

31 Mrz 2016

Neues Leitbild in der Zeitarbeit?

Keine Kommentare Politik, Verantwortung, Zukunft

RealitätZeitarbeit ist ein wichtiges Flexibilitätsinstrument für die Wirtschaft. Darüber gibt es wenig Diskussionen. Kritik kommt erst bei detaillierter Betrachtung der realen Arbeitsweise auf.

Seit der Einführung der Agenda 2010 ist das Leitbild der Zeitarbeit um ein arbeitsmarktpolitisches Element erweitert worden. Arbeitslose in Beschäftigung bringen war die Devise. Der Vorgang der schnellen Vermittlung über die Zeitarbeit war im Fokus. Dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt wurde außer Acht gelassen. Die arbeitsmarktpolitische Aufgabe der Branche wird bis heute als Beispiel für positives Image genutzt. Man weist darauf hin, dass 2/3 der eingestellten Bewerber aus der Arbeitslosigkeit kommen. Ist diese Aufgabe aus der Agenda 2010 nachhaltig erfüllt worden oder ist sind die Werbeaussagen der Branche eine Illusion? Ein Blick auf die Realität ist bei der Bewertung sehr hilfreich.

Seit Jahren zeigen offizielle Statistiken, dass ca. 50 % der begründeten Beschäftigtenverhältnisse in der Zeitarbeit weniger als 3 Monate dauern. In den letzten 10 Jahren waren das über 4 Millionen kurzfristige Beschäftigungen. Dass dies ausschließlich an den jeweiligen Beschäftigten liegen soll, dürfte Wunschdenken sein. Unternehmen stellen durchaus auch für kurzfristige Aufträge Mitarbeiter ein und entlassen diese wieder, wenn der Auftrag beendet ist. Das führt zu einem „Hire-und-Fire-Image“ der Branche. BA Chef Weise kritisiert seit 2013 diese, auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtete Arbeitsweise, als „Fehlentwicklung“. Weiterlesen

16 Feb 2016

Zweite unabhängige Umfrage unter extern Beschäftigten der Zeitarbeit

Keine Kommentare Beratung, Unternehmensmarke, Untersuchung, Verantwortung

IQZ_Siegel-5Sterne-RZAb April 2016 startet das diesjährige Umfrageprojekt

BEST RATED COMPANIES 2016 – Extern Beschäftigte der Zeitarbeit bewerten ihren Arbeitgeber.

In dieser Umfrage geht es darum, den positiven Ruf eines Unternehmens durch eine signifikante Anzahl der extern Beschäftigten (min. 20%) bewerten bzw. bestätigen zu lassen. Positive Werbeaussagen über ein Unternehmen  gibt es viele, die Belastbarkeit einer Unternehmensmarke wird jedoch erst durch Testimonials (neutrale Bewertung) erreicht.

Wer zum Beispiel dem Bewerbermangel nachhaltig begegnen will, sollte vermeiden, ein Arbeitgeberbild in seinen Anzeigen und Aussagen aufzubauen, welches zwar auf den ersten Blick (vermeintlich) sexy ist, aber auf den zweiten Blick einer kritischen Prüfung nicht standhält. Das Bild des Unternehmens muss glaubwürdig sein und sollte transparent dokumentiert werden.

Eine signifikante positive Beurteilung durch die externen Mitarbeiter/innen ist die preiswerteste und erfolgreichste  Empfehlungsinstanz für Bewerber. Sie ist für zukünftige  Mitarbeiter glaubwürdig.

Jeder Personaldienstleister in Deutschland, der überwiegend Zeitarbeit betreibt, kann an diesem Projekt teilnehmen. Dafür ist es notwendig sich bei der I.Q.Z anzumelden. Bei der Anmeldung ist die Anzahl der extern beschäftigten Mitarbeiter/innen anzugeben, da die Auswertung des Projekts in verschieden Betriebsgrößen durchgeführt wird. Die Betriebsgrößen sind:

BG 1: < 50 externe Beschäftigte

BG 2: 51 – 150 externe Beschäftigte

BG 3: 151 – 500 externe Beschäftigte

BG 4: > 501 externe Beschäftigte

Anmeldung mit den relevanten Daten (wichtig die externe Mitarbeiterzahl benennen) an

brc-projekt@iq-z.de

Die für die Auswertung des Projekts wird eine nach Betriebsgrößen gestaffelte Teilnahmegebühr erhoben:

BG 1 = 300,00 €, BG 2 = 400,00 €, BG 3 = 500,00 €, BG 4 = 700,00 €

Auf die jeweilige Teilnahmegebühr ist die gesetzlich gültige MWST zu entrichten.

Die weiteren Informationen zum Projekt können Sie hier herunterladen.

 

13 Nov 2015

Wie Personaldienstleister Seriosität und Fairness glaubhaft dokumentieren können

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung

Marketingaussagen zur Fairness und Seriosität gibt es in der Zeitarbeit fast bei jedem Unternehmen. Aber sind diese Aussagen glaubhaft, wo doch die  Branche immer noch keinen guten Ruf hat? Wie finde ich dann als Kunde oder Bewerber heraus, ob ein Zeitarbeitsunternehmen tatsächlich seinen eigenen Aussagen gerecht wird, ohne dass „Selbstversuche“ unternommen werden müssen?

Neutrale Testate  nach externen Audits, transparent dargestellt, liefern hier einzig die glaubhaften Belege für die korrekte Einhaltung der Gesetze und Tarife sowie für unternehmerische Verantwortung eines Unternehmens. Für die Branche sind seit langem  allgemein gültige Kriterien für faire Zeitarbeit mit unternehmerischer Verantwortung definiert. Die Stakeholder der Branche haben dieses Regelwerk  in einem Katalog zusammengefasst.

Das „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ als Auszeichnung für Fairness und Seriosität bietet Kunden und Bewerbern die beste Möglichkeit ein faires Unternehmen zu finden.

Diese Auszeichnung wird jährlich nach intensiver externer Prüfung vergeben. Das Audit zur Erlangung Qualitätssiegel faire Zeitarbeit beruht auf Transparenz!

Weiterlesen

14 Okt 2015

Neue Regeln in der Zeitarbeit

Keine Kommentare Untersuchung, Verantwortung, wirtschaftlicher Erfolg

Rheinland Relations interviewt den Branchen- und Tarifexperten Norbert Fuhrmann

Ende Oktober wird Frau Nahles ihren Entwurf für ein Gesetz  gegen Missbrauch von Zeitarbeit und Werkvertrag vorlegen. Was auf die Branche zukommt, klären wir in einem Interview mit dem GF der I.Q.Z, Herrn Norbert Fuhrmann.

R R: Im Herbst soll nun der schon länger erwartete Gesetzesentwurf gegen Missbrauch von Zeitarbeit und Werkvertrag in den Bundestag eingebracht werden. Viele sehen darin eine  Überregulierung in der Zeitarbeit und einen Angriff auf Werkverträge. Wie stehen Sie zu den Vorwürfen?

Fuhrmann: Das wird vorgebracht, um den den Status Quo beizubehalten. Es geht doch teilweise um Präzisierungen von bestehenden Gesetzesformulierungen. Die meiste Regulierung erfolgte über Tarifverträge, welche die Sozialpartner vereinbart haben.

R R: Warum muss denn überhaupt etwas verändert werden?

Fuhrmann: Nehmen wir als Beispiel die Beschränkung der Einsatzzeit. Im Gesetz steht bisher, dass Zeitarbeit vorübergehend ist. Ein solch undefinierter, schwammiger Begriff führt zur unterschiedlicher Auslegung und damit zu einer Rechtsunsicherheit. Das BAG hat entschieden, dass im Rahmen der Mitbestimmung der Betriebsrat einen solchen Einsatz von Zeitarbeit verhindern kann. Andererseits führt ein nicht zulässiger,  dauerhafter Einsatz nicht zu negativen Konsequenzen. Es geht also nicht um Regulierung, sondern um eine Präzisierung eines bestehenden  Gesetzesbegriffs. Ob 18 Monate der richtige Zeitraum ist, bezweifele ich. Da wäre eine Gleichsetzung mit der Zeitspanne von 24 Monaten aus dem Teilzeit und Befristungsgesetz schon rechtskonformer.

Es ist übrigens vorgesehen, dass es eine Öffnungsklausel eingebaut wird, dass tarifgebundene Unternehmen Ausnahmen definieren. Das gibt es schon bei der M+E Industrie und der Zeitarbeits-Tarifgemeinschaft TQZ.

Weiterlesen

06 Aug 2015

Nahles will bei Einsatzzeitbegrenzung nun auch Tariföffnung für Tarifpartner der Zeitarbeit

Keine Kommentare Politik, Tarife, Verantwortung

Gesetzgeber folgt den Handlungsempfehlungen des von der I.Q.Z initiierten Zukunftsforums und der praktischen Umsetzung im Zeitarbeit TV tarifplus+.

Nach der Sommerpause befasst sich der Gesetzgeber mit der Thematik „Missbrauch von Zeitarbeit“. Folglich legt Frau Nahles Ende September den Gesetzesentwurf vor. Dieser wird sich weitestgehend  an  Vereinbarungen des  Koalitionsvertrages halten. Das heißt, dass  spätestens nach 9 Monaten eine Equal Pay Vergütung (auf die Stundeneinkommen bezogen) fällig wird, der Einsatz von Zeitarbeitnehmern bei Streik im Entleihbetrieb wird gesetzlich verboten ist und die maximale Einsatzzeit grundsätzlich auf 18 Monate begrenzt wird. Im Koalitionsvertrag waren tariflich geregelten Ausnahmen zur Verlängerung der Einsatzzeiten nur den Tarifpartnern der Entleihbetriebe vorbehalten. Die Tarifpartner der Zeitarbeit waren ausgeschlossen!

Um wirklich die Möglichkeit von Ausnahmeregelungen bei nicht tarifgebundenen Entleihern zu schaffen, hatte das von der I.Q.Z initiierte Forum „ FAIRE ZUKUNFTSLÖSUNGEN FÜRFLEXIBILITÄT IN DER WIRTSCHAFT“ dem Gesetzgeber in seinen „Handlungsoptionen zur  Umsetzung des Themas  „maximalen Überlassungszeit“ (Juni 2014, nachzulesen hier) empfohlen, auch die Öffnungsklausel für die Tarifpartner der Zeitarbeit zuzulassen. Somit haben  zukünftig tarifliche Regelungen Vorrang.  Seit September 2014 haben die Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier (siehe hier) auch den Slogan „Tarif vor Gesetz“ aufgegriffen.

Im Gegensatz zu den Verbänden der Branche, noch vor dem anstehenden Gesetzesentwurf, haben die Tarifpartner (Gewerkschaft und TQZ)  beim Zeitarbeit-TV tarifplus+ eine tarifliche Regelung zur maximalen  Einsatzzeit mit Wirkung zum 01.04.2015 abgeschlossen und somit die Empfehlungen des Forums in die Praxis übertragen. Neben der tariflichen Definition der max. Einsatzzeit (24 Monate) wurden grundsätzliche Ausnahmen für eine mögliche Verlängerung definiert. Außerdem wurde ein Verfahren bestimmt, wie solche Ausnahmen wirksam werden. (Infos zu den Unterschieden zwischen  tarifplus+  und den Verbandstarifen finden Sie hier).

Die Verbände sind durch die Initiative des I.Q.Z – Zukunftsforum und die praktische Umsetzung im tarifplus+ in der Lage – nach der Verabschiedung des Gesetzes – mit ihren Tarifpartnern Ausnahmeregelungen zu vereinbaren. Die vorhandene Regelung im tarifplus+ könnte dabei als „Blaupause“ dienen.

 

29 Jun 2015

Zukunft Zeitarbeit: Transparenz kennzeichnet das neue Zeitalter im Geschäftsleben

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung, wirtschaftlicher Erfolg

Mit wenig überprüfbaren Werbeaussagen kommen Unternehmen in Zukunft nicht mehr weiter. Inzwischen ist Offenheit das Gebot der Stunde. Doch dies ist noch nicht bei allen Unternehmen und Branchen angekommen.

Der Umgang mit Kunden, Bewerbern, Mitarbeitern, die Informationen für die breite Öffentlichkeit – Transparenz ist immer wichtiger geworden. „Wir befinden uns im Zeitalter der Transparenz“, ist Volker Klenk, Managing Partner der Unternehmensberatung Klenk & Hoursch Corporate Communications, überzeugt.

Transparenz im Unternehmen einzuführen ist eine strategische Entscheidung.

In der  Selbstdarstellung eines Unternehmens ist sie ein  nicht unerheblicher Wettbewerbsvorteil, wenn die Werbeaussagen  auch auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden können. Diskrepanzen zwischen Werbeaussagen und tatsächlichem Handeln wirken sich nachhaltig auf die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens aus. Transparenz ist ein wesentlicher Faktor des Employer Branding.

Transparenz schafft Erfolg

Weiterlesen

27 Apr 2015

Compliance und CSR – wichtige Elemente einer seriösen Unternehmensführung

Keine Kommentare Verantwortung

Die Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Regeln (Compliance) ist eine wesentliche Voraussetzung für seriöse Unternehmensführung. Unternehmerische Verantwortung (Corporate Social Responsibility kurz CSR) gewinnt in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Das wird durch eine seit November 2014 verabschiedete EU-Richtlinie zur CSR deutlich. Gepaart mit dem zukünftigen Fachkräftemangel wird es immer wichtiger, wie im internen Bereich der Zeitarbeit Bewerber/innen und Mitarbeiter/innen behandelt werden.

Der Zeitarbeitsbranche wird immer wieder vorgehalten, dass Sie gegen bestehende Gesetze und tarifliche Bestimmungen verstößt. Der 12. AÜ – Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 % (über 8.000 Firmen) der im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüften Unternehmen haben nachweislich gegen Gesetze und Tarife verstoßen (Ein kleiner Auszug: Verstöße gegen das Entgeltfortzahlungsgesetz bei Feiertagen und im Falle von Arbeitsunfähigkeit, keine Gewährung von Sonderzahlungen, falscheEingruppierung,  die der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit nicht entspricht, etc.).

Die Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Regelungen scheint vielen Unternehmen schwer zu fallen. Zwar beteuern die meisten Unternehmen ihre seriöse Arbeitsweise und versuchen mit plakativen Ethikversprechen den Eindruck von Korrektheit zu vermitteln, aber die Realität sieht – wie der AÜ – Bericht darlegt – anders aus. Bei mehr als 3/4 der geprüften Unternehmen fällt es schwer von „Einzelfällen“ zu sprechen. Auch das schützende Abwehrargument „die Branche nicht  unter Generalverdacht zu stellen“ kann bei den realen Zahlen kaum ins Feld geführt werden.

Wird viel geredet aber weniger die Wahrheit verkündet?

Unternehmerische Verantwortung und Compliance  sind immer Chefsache. Nur eine transparente, verantwortungs-volle, authentische und nachhaltige Unternehmensführung schafft Vertrauen und verbessert den Ruf der Branche. Agieren muss kohärent sein – ohne Doppelzüngigkeit. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen seiner Beschäftigten mehr als nach außen gezeigtes   CSR-Engagement (z.B. Spenden) und gleichzeitig  schlechte Arbeitsbedingungen und Non-Compliance im Unternehmen.

Wie ist der Ruf der Branche zu verbessern?

Weiterhin mit Lippenbekenntnissen  und  Ethikversprechen zu werben wird wenig zielführend sein. Die Entscheidung etwas zu verbessern,  liegt bei jedem einzelnen Unternehmen. Die zu beantwortende Frage ist: Möchte man von Außen weiterhin in die Nähe der No-Compliance – Unternehmen gesehen werden.

Das zusammen mit den Stakeholdern konzipierte „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ schafft als einzige neutrale anerkannte CSR – Auszeichnung für die Zeitarbeit Transparenz. Es bescheinigt Personaldienstleistern nach erfolgtem Audit einerseits regelkonformes Handeln in Bezug auf Gesetze und Tarife (Compliance) andererseits die Einhaltung der allgemein anerkannten CSR- Kriterien für faire Zeitarbeit.

Kunden legen inzwischen immer mehr darauf Wert, nachweislich faire und seriöse Unternehmen in der Personaldienstleistung zu beauftragen. Daher lassen  sich inzwischen immer mehr  Entleiher  eine Unbedenklichkeitsbescheinigung in Bezug auf neutral geprüfte Compliance- und CSR – Kriterien für faire Zeitarbeit vorlegen.

15 Apr 2015

Wettbewerbsvorteile durch unternehmerische Verantwortung

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung

Transparente unternehmerische Verantwortung zu dokumentieren, verschafft Ihnen bei der Bewerber- und Kundengewinnung deutliche Wettbewerbsvorteile. Besonders in Bezug auf den Fachkräftemangel und der bei Kunden immer wichtiger werdenden Beachtung von Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) – Grundsätzen.

Die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen ist eine unternehmerische Pflicht eines jeden Geschäftsführers. Er kann nach § 43 GmbhG für Verstöße verantwortlich gemacht werden. CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Bewerber, Mitarbeiter , Lieferanten und Kunden) ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. CSR aber auch für den verantwortlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (z.B. Sozialpartner, Politik, Öffentlichkeit).

Nur eine transparente, verantwortungsvolle, authentische und nachhaltige Unternehmensführung schafft Vertrauen. Agieren muss kohärent sein – ohne Doppelzüngigkeit. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen seiner Mitarbeiter mehr als großes CSR-Engagement nach Außen gepaart mit schlechten Arbeitsbedingungen und Non-Compliance im Innenbereich.

Der 12. AÜ- Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 %, d.h. 8.610 Firmen, die im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüft wurden, haben gegen Gesetze und Tarife verstoßen. Für Kunden, Bewerber und Öffentlichkeit ist ohne Differenzierung schwer nachzuvollziehen, welche Unternehmen seriös arbeiten und Compliance Regeln einhalten.

Weiterlesen

01 Apr 2015

Unternehmerische Verantwortung umfasst Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) als komplementäre Bereiche

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung

Compliance bedeutet, dass die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen, sowie der unternehmensinternen Richtlinien und Werten im Unternehmen sichergestellt werden. Compliance ist also die Basis für seriöses unternehmerisches Handeln.

CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Bewerber, Mitarbeiter , Lieferanten und Kunden) ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. CSR steht aber auch für den verantwortlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (z.B. Sozialpartner, Politik, Öffentlichkeit).

Leider findet man in der Branche Lippenbekenntnisse zu einem CSR-Engagement, die sich z.B. auf Spenden beziehen oder die „Talente der Mitarbeiter fördert“. Wertet man dann die vorhandenen Beschwerdehotlines aus, stellt man fest, dass in der Realität Tarife und Gesetze nicht eingehalten werden. Der 12. AÜ- Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 % ( 8.610 Firmen) der in der im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüften Unternehmen haben gegen Gesetze und Tarife verstoßen. Für Kunden, Bewerber und Öffentlichkeit ist ohne Differenzierung schwer nachzuvollziehen, welche Unternehmen seriös arbeiten und Compliance – Regeln einhalten.

Weiterlesen

29 Mrz 2015

Das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit schafft Sicherheit für Auftraggeber

Keine Kommentare Beratung, Unternehmensmarke, Verantwortung

Werbeaussagen sind immer positiv – aber werden die Versprechungen auch in der Praxis gehalten?

In vielen Bereichen wünschen Auftraggeber der Zeitarbeit neutrale Bescheinigungen zur Absicherung möglicher Risiken. Hinter all diesen vorzulegenden Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Krankenkassen und Berufsgenossenschaft) steht der Kundenwunsch, möglichst mit seriösen Personaldienstleistern zu arbeiten.

Das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit bescheinigt einem Personaldienstleister einerseits regelkonformes Handeln in Bezug auf Gesetze und Tarife (Compliance) andererseits  die Einhaltung der allgemein anerkannten CSR- Kriterien für faire Zeitarbeit.

Dem ausgezeichneten Unternehmen wird nach erfolgter externer Prüfung bescheinigt, dass alle gesetzlichen und tariflichen Vorgaben ohne Einschränkung erfüllt werden. Dies gilt besonders für die korrekte Eingruppierung von Mitarbeiter/innen, die konforme Anwendung von Branchenzuschlagsregelungen und die korrekte Bezahlung in einsatzfreien Zeiten.