Archiv: März, 2014

25 Mrz 2014

Die Imageprobleme der Zeitarbeitsbranche

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eine Bestandsaufnahme

Mit wachsender arbeitsmarktpolitischer Bedeutung der Zeitarbeit und der zunehmend kritischen Haltung der Bevölkerung zu dieser Beschäftigungsform bemühen sich die Arbeitgeberverbände um eine Imageverbesserung. Dabei wird auf Selbstreinigung und positive Marketingaussagen gesetzt.

Verallgemeinerungsstrategie1

Im Wege einer seit Jahren realisierten Verallgemeinerungsstrategie setzen die beiden Verbände BAP und iGZ auf Ethik Kodizes (mit Schlichtungsstelle), um Ihre Mitgliedsunternehmen auf die Einhaltung von Arbeits- und Sozialbedingungen zu verpflichten, die „an der Untergrenze der Bestimmungen im Vergleich zu anderen Branchen angesiedelt sind“2. Nur wenn die Kontakt- und Schlichtungsmechanismen bekannt sind und dorthin Beschwerden vorgebracht werden können, werden Schlichtungsverfahren eingeleitet. Die Verbände gehen davon aus, dass diese Regeln eingehalten werden und verknüpfen offengelegte Missbräuche und Verstöße mit der Abwehrstrategie „ der Einzelfälle“. Oft war es für betroffene Beschäftigte auch effektiver, bei Arbeitsgerichten ihre Sachverhalte einzuklagen, bevor Ausschlussfristen verfielen. Somit kommen viele Fälle gar nicht bis  zu den Schlichtungsstellen.

Das Ziel der Verbände, der Politik zu zeigen, dass ein gesetzlicher Eingriff in die Bedingungen der Branche nicht notwendig ist, konnte so nicht signifikant erreicht werden.

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18 Mrz 2014

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit einen Riegel vorschieben.

1 Kommentar Politik, Verantwortung

Arbeitsminister Guntram Schneider macht konkrete Vorschläge für eine Gesetzesänderung

Ausgehend von einer Diskussion im Forum „Faire Zukunftslösung für Flexibilität“, hinterlegt mit Gutachten von Herrn Prof. Dr. Peter Schüren und Frau Prof. Dr. Christiane Brots (Infos hierzu) ist das laut Minister Schneider „der erste konkrete Vorschlag für eine Eindämmung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen. NRW setzt damit die Messlatte hoch für alle folgenden Diskussionen.”

Bei Werkverträgen „Umkehr der Beweislast“

Die Arbeitgeber müssen künftig nachweisen, dass die Beschäftigten  in einem Werkvertrag tatsächlich echte Werkvertrags-Mitarbeiter sind und kein Schein-Werkvertrag vorliegt. Schneider: “Konkret heißt das: Wir wollen die Beweislastumkehr einführen. Wenn ein Mitarbeiter aufzeigt, dass er in die Arbeitsorganisation genauso eingebunden ist, wie ein Kollege aus dem Stammpersonal, dann muss das Unternehmen beweisen, dass dies nicht der Fall ist. Kann es das nicht, dann ist es automatisch der tatsächliche Arbeitgeber und haftet. Der Arbeitnehmer kann sich dann einklagen.”

Stärkere Informationsrechte für Betriebsräte bei Werkverträgen

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17 Mrz 2014

Zeitarbeit weiterhin Problembereich?

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Bei 63% der durchgeführten  Prüfungen  der Aufsichtsbehörde wurden anschließend Bußgeldverfahren gegen Zeitarbeitsfirmen eingeleitet.

Eigenbekundungen über Seriosität und gute, faire Zeitarbeit sind schnell getätigt. Eine externe Beurteilung stellt derartige Aussagen auf dem Prüfstand. Im 12. Bericht zur Arbeitnehmerüberlassung  wird aufgeführt, dass nach 11.067 durchgeführten Prüfungen zwischen 2009 und 2012  7.060 Bußgeld-verfahren (63%) eingeleitet wurden.

Am häufigsten wurden bei Prüfungen der geschäftlichen Unterlagen der Verleiher folgende Verstöße gegen gesetzliche sowie arbeits- und tarifrechtliche Vorschriften festgestellt:

06 Mrz 2014

Unternehmerische Verantwortung – Zukunftsthema der Personaldienstleistung

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Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility (CSR) ist inzwischen das Thema in den verschiedensten Branchen. Die Wiederbelebung  von Werten in der Unternehmensführung hat Gründe:

  • Zukünftiger Fachkräftemangel und der Wettbewerb um die besten Köpfe veranlassen viele Unternehmen – besonders in der Personaldienstleistung – zum Umdenken.
  • Neben exzellenten Produkten und Dienstleistungen ist die Reputation ein wesentlicher Faktor für den  mittel- und längerfristigen Unternehmenserfolg.
  • Bewerber werden nur dann zu Ihren Mitarbeitern, wenn man  ihnen ein schlüssiges Gesamtpaket bieten.
  • Kunden schützen das eigene Image und suchen sich vermehrt Dienstleister, die verantwortliches unternehmerisches Handeln in ihrer Geschäftstätigkeit dokumentieren.
  • Lieferanten sind der Multiplikator des verantwortlichen Handelns.

Spenden, Sponsoring und das Gründen von Stiftungen ist nicht alles. CSR bedeutet viel mehr. CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit ( bei Bewerbern, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten), ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. Für das Ansehen in der Öffentlichkeit ist CSR in Zukunft unverzichtbar.

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