Archiv: Juli, 2014

31 Jul 2014

Neuer Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk

Keine Kommentare Tarife

Nachdem die 7. Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk zum 30.04.2014 außer Kraft getreten ist, wurde nun am 18.07.2014 die 8. Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Verordnung tritt am 01.08.2014 in Kraft und am 30.04.2017 außer Kraft.

Der neue Mindestlohn beträgt für ungelernte Arbeitnehmer im gesamten Bundesgebiet zunächst 9,90 € und steigt stufenweise auf 10,10 €. In den neuen Bundesländern wird wieder ein Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer eingeführt. Die Höhe der Mindestlöhne und deren Anwendungsbereiche finden Sie hier.

14 Jul 2014

Gedanken zum Equal -Pay nach 9 Monaten

Keine Kommentare Politik, Verantwortung

Als das Thema im Koalitionsvertrag zu lesen war, gab es von mehreren Seiten  als erste Reaktion „das ist ein Eingriff in die Tarifautonomie“.

Aber ist das wirklich der Fall?

Nationales Recht basiert häufig auf Eu-Recht, so auch in diesem Fall. Als Rahmenregelwerk für Eu-Mitgliedsstaaten ist die Eu-Richtlinie zur Zeitarbeit geschaffen worden.  Sie geht davon aus, dass die Arbeitnehmer/innen der Zeitarbeit eines besonderen Schutzes bedürfen.

„Ziel dieser Richtlinie ist es, für den Schutz der Leiharbeitnehmer zu sorgen und die Qualität der Leiharbeit zu verbessern, indem die Einhaltung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Leih­arbeitnehmern gemäß Artikel 5 gesichert wird und die Leihar­- beitsunternehmen als Arbeitgeber anerkannt werden, wobei zu berücksichtigen ist, dass ein angemessener Rahmen für den Ein­satz von Leiharbeit festgelegt werden muss, um wirksam zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Entwicklung flexibler Arbeitsformen beizutragen,“ heißt es in der Richtlinie.

Die angesprochene Gleichbehandlung soll bei den wesentlichen Arbeitsbedingungen, besonders bei der Entlohnung gelten. Gemeinhin wird dies mit den Begriffen Equal Pay und Equal Treatment verbunden. Die Richtlinie lässt jedoch auch Ausnahmen (gesetzlich oder durch Tarifregelungen) in einzelnen Staaten zu, wenn dabei das angesprochene Schutzprinzip gewährleistet ist. Als wichtige Voraussetzungen sind hierbei der Abschluss von unbefristeten Arbeitsverträgen und die Bezahlung der Mitarbeiter zwischen den Einsätzen. Diese Formulierung impliziert, dass auch während einer Beschäftigung beim Zeitarbeitnehmern mehrere Einsätze erfolgen sollen.

EU – konforme Lösung bei Equal Pay

Ausdrücklich wird  im Artikel 5 (4) erwähnt, dass auch die  Wartezeit bis zur Gleichbehandlung zu den Regelungen in den EU-staaten  zählt. Diese Vorgabe will nun der deutsche Gesetzgeber umsetzen. Dabei orientiert er sich am „Angleichungszeitraum“ der Branchenzuschlagstarifverträge und hat sich für eine beschränkte Tariföffnung  von 9 Monaten entschieden. Die Lösung ist also durchaus EU-konform.

Korrekte Begriffsdefinitionen und klare Verantwortungen sind wichtig.

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11 Jul 2014

Gesetzespaket zum Mindestlohn ohne Änderungen im Bundesrat verabschiedet.

Keine Kommentare Politik

Der Weg für Mindestlohn ab 2015  ist frei. Das Gesetzespaket wurde heute im Bundesrat gebilligt.

Aus dem gesamten Paket ist die Öffnung des Arbeitnehmerentsendegesetz für die Zeitarbeit besonders relevant. Die Tarifparteien einer Branche, die einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag vereinbart haben, beantragen, dass dieser auf für alle Branchen gelten soll, dann kann per Rechtsverordnung das Arbeitsministerium dies Bestimmen, wenn es im „öffentlichen Interesse“ ist und den Gesetzeszielen (Verdrängungswettbewerb über die Lohnkosten vermeiden) entspricht.

Das bedeutet, dass in einem solchen Fall die ausgeübte Tätigkeit in einem Einsatz außerhalb der Branche mit einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Bezahlung maßgeblich ist.

Konkretes Beispiel:
Überlasse ich einen Maler an eine Hausverwaltung und der übt dort die Tätigkeit eines Malergesellen aus, dann muss er zwingend den Malermindestlohn bekommen.

02 Jul 2014

Das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit feiert den 6. Geburtstag

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung, Zertifiziert

Vor 6 Jahren wurde das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit von der I.Q.Z ins Leben gerufen. Die Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit GmbH bietet die Plattform für faire, seriöse und an Werten orientierte Personaldienstleistung.

Im Unterschied zu prozessorientierten Prüfung von Unternehmen der Branche orientiert sich das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit an CSR – Grundsätzen (Corporate Social Responsibility). Personaldienstleister als Teil der sozialen Gemeinschaft üben nach diesen Grundsätzen eine Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden und Nachbarn, ihrer Umwelt und der Gesellschaft aus.

Festlegung einheitlicher und anerkannter Kriterien

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