Archiv: April, 2015

27 Apr 2015

Compliance und CSR – wichtige Elemente einer seriösen Unternehmensführung

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Die Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Regeln (Compliance) ist eine wesentliche Voraussetzung für seriöse Unternehmensführung. Unternehmerische Verantwortung (Corporate Social Responsibility kurz CSR) gewinnt in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Das wird durch eine seit November 2014 verabschiedete EU-Richtlinie zur CSR deutlich. Gepaart mit dem zukünftigen Fachkräftemangel wird es immer wichtiger, wie im internen Bereich der Zeitarbeit Bewerber/innen und Mitarbeiter/innen behandelt werden.

Der Zeitarbeitsbranche wird immer wieder vorgehalten, dass Sie gegen bestehende Gesetze und tarifliche Bestimmungen verstößt. Der 12. AÜ – Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 % (über 8.000 Firmen) der im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüften Unternehmen haben nachweislich gegen Gesetze und Tarife verstoßen (Ein kleiner Auszug: Verstöße gegen das Entgeltfortzahlungsgesetz bei Feiertagen und im Falle von Arbeitsunfähigkeit, keine Gewährung von Sonderzahlungen, falscheEingruppierung,  die der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit nicht entspricht, etc.).

Die Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Regelungen scheint vielen Unternehmen schwer zu fallen. Zwar beteuern die meisten Unternehmen ihre seriöse Arbeitsweise und versuchen mit plakativen Ethikversprechen den Eindruck von Korrektheit zu vermitteln, aber die Realität sieht – wie der AÜ – Bericht darlegt – anders aus. Bei mehr als 3/4 der geprüften Unternehmen fällt es schwer von „Einzelfällen“ zu sprechen. Auch das schützende Abwehrargument „die Branche nicht  unter Generalverdacht zu stellen“ kann bei den realen Zahlen kaum ins Feld geführt werden.

Wird viel geredet aber weniger die Wahrheit verkündet?

Unternehmerische Verantwortung und Compliance  sind immer Chefsache. Nur eine transparente, verantwortungs-volle, authentische und nachhaltige Unternehmensführung schafft Vertrauen und verbessert den Ruf der Branche. Agieren muss kohärent sein – ohne Doppelzüngigkeit. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen seiner Beschäftigten mehr als nach außen gezeigtes   CSR-Engagement (z.B. Spenden) und gleichzeitig  schlechte Arbeitsbedingungen und Non-Compliance im Unternehmen.

Wie ist der Ruf der Branche zu verbessern?

Weiterhin mit Lippenbekenntnissen  und  Ethikversprechen zu werben wird wenig zielführend sein. Die Entscheidung etwas zu verbessern,  liegt bei jedem einzelnen Unternehmen. Die zu beantwortende Frage ist: Möchte man von Außen weiterhin in die Nähe der No-Compliance – Unternehmen gesehen werden.

Das zusammen mit den Stakeholdern konzipierte „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ schafft als einzige neutrale anerkannte CSR – Auszeichnung für die Zeitarbeit Transparenz. Es bescheinigt Personaldienstleistern nach erfolgtem Audit einerseits regelkonformes Handeln in Bezug auf Gesetze und Tarife (Compliance) andererseits die Einhaltung der allgemein anerkannten CSR- Kriterien für faire Zeitarbeit.

Kunden legen inzwischen immer mehr darauf Wert, nachweislich faire und seriöse Unternehmen in der Personaldienstleistung zu beauftragen. Daher lassen  sich inzwischen immer mehr  Entleiher  eine Unbedenklichkeitsbescheinigung in Bezug auf neutral geprüfte Compliance- und CSR – Kriterien für faire Zeitarbeit vorlegen.

16 Apr 2015

Wie aussagekräftig sind Arbeitgeber-Bewertungsportale in der Zeitarbeit?

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Bewertungsportale sind in Deutschland große Mode geworden. Neben Bewertung von Reisen, Ärzten, etc. gibt es auch eine Reihe von  Arbeitgeber-Bewertungsportalen. Mit  standardisierten Aussagen sollen  Firmen bewerten werden. Kategorien wie Vorgesetztenverhalten, Work-Life-Balance oder Gehalt und Zusatzleistungen werden z.B. als Bewertungskriterien gewählt. Aber auch einzelne Kommentare sind teilweise möglich.

Wie belastbar sind diese Bewertungen?

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15 Apr 2015

Wettbewerbsvorteile durch unternehmerische Verantwortung

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Transparente unternehmerische Verantwortung zu dokumentieren, verschafft Ihnen bei der Bewerber- und Kundengewinnung deutliche Wettbewerbsvorteile. Besonders in Bezug auf den Fachkräftemangel und der bei Kunden immer wichtiger werdenden Beachtung von Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) – Grundsätzen.

Die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen ist eine unternehmerische Pflicht eines jeden Geschäftsführers. Er kann nach § 43 GmbhG für Verstöße verantwortlich gemacht werden. CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Bewerber, Mitarbeiter , Lieferanten und Kunden) ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. CSR aber auch für den verantwortlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (z.B. Sozialpartner, Politik, Öffentlichkeit).

Nur eine transparente, verantwortungsvolle, authentische und nachhaltige Unternehmensführung schafft Vertrauen. Agieren muss kohärent sein – ohne Doppelzüngigkeit. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen seiner Mitarbeiter mehr als großes CSR-Engagement nach Außen gepaart mit schlechten Arbeitsbedingungen und Non-Compliance im Innenbereich.

Der 12. AÜ- Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 %, d.h. 8.610 Firmen, die im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüft wurden, haben gegen Gesetze und Tarife verstoßen. Für Kunden, Bewerber und Öffentlichkeit ist ohne Differenzierung schwer nachzuvollziehen, welche Unternehmen seriös arbeiten und Compliance Regeln einhalten.

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09 Apr 2015

Neue Fakten zur Zeitarbeit der Bundesagentur für Arbeit

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Die BA veröffentlichte in Ihrem Aprilbericht aktualisierte  Daten zur Zeitarbeit. Inzwischen hat die Branche die Rückgänge der letzten Jahre wieder kompensiert und scheint wieder zu wachsen. Das Kerngeschäft mit 50% ist das Helfergeschäft.  Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt über alle Branchen erzielten Entgelten. Nach wie vor gibt es hohe Fluktuation. Es werden viele Beschäftigte im Laufe eines Jahres  eingestellt aber genau so viele verlassen die Branche wieder. 50% der Beschäftigungsverhältnisse enden innerhalb der ersten 3 Monate. Dies spiegelt ein überdurchschnittliches hohes Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden.

Die Fakten im Detail:

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01 Apr 2015

Unternehmerische Verantwortung umfasst Compliance und Corporate Social Responsibility (CSR) als komplementäre Bereiche

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Compliance bedeutet, dass die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen, sowie der unternehmensinternen Richtlinien und Werten im Unternehmen sichergestellt werden. Compliance ist also die Basis für seriöses unternehmerisches Handeln.

CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Bewerber, Mitarbeiter , Lieferanten und Kunden) ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. CSR steht aber auch für den verantwortlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (z.B. Sozialpartner, Politik, Öffentlichkeit).

Leider findet man in der Branche Lippenbekenntnisse zu einem CSR-Engagement, die sich z.B. auf Spenden beziehen oder die „Talente der Mitarbeiter fördert“. Wertet man dann die vorhandenen Beschwerdehotlines aus, stellt man fest, dass in der Realität Tarife und Gesetze nicht eingehalten werden. Der 12. AÜ- Bericht der Bundesregierung macht die Compliance-Probleme der Branche deutlich. 77,8 % ( 8.610 Firmen) der in der im Zeitraum 2009 bis 2012 von der Aufsichtsbehörde geprüften Unternehmen haben gegen Gesetze und Tarife verstoßen. Für Kunden, Bewerber und Öffentlichkeit ist ohne Differenzierung schwer nachzuvollziehen, welche Unternehmen seriös arbeiten und Compliance – Regeln einhalten.

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