Archiv: Januar, 2016

20 Jan 2016

Compliance- Verstöße durch falsche Durchschnittsberechnung bei Krankheit und Urlaub

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Offensichtlich ist es nicht überall  bekannt, dass Sozialversicherungsbeiträge nach dem Entstehungsprinzip abzuführen sind. Die in einem  Monat gezahlten Bruttolöhne sind nicht für die abzuführende Sozialversicherung maßgeblich. Vielmehr bedeutet das Entstehungsprinzip, dass SV-Beiträge gemäß den gesetzlichen und tariflichen Ansprüchen der Mitarbeiter/innen zu zahlen sind. Ein besonders Augenmerk gilt dabei der Durchschnittsberechnung bei Arbeitsunfähigkeit und Urlaub. Wird nicht korrekt abgerechnet, so wir nicht nur den Mitarbeiter/innen Einkommen vorenthalten, sondern auch Beiträge bei den Sozialversicherungsträgern. Das wird dann als Straftat nach §266a verfolgt.

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15 Jan 2016

Merkel zu Zeitarbeit und Werkverträge – Gesetz kommt

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Leiharbeit und Werkverträge waren Thema der DGB-Bundesvorstandsklausur. Bundeskanzlerin Merkel war dazu eingeladen. Sie machte deutlich, dass sie zu den im Koalitionsvertrag geplanten Gesetzesänderungen stehe: „Durch Zeitverzögerung wird nichts anders und nichts besser.“

In der aktuellen Diskussion zu Leiharbeit und Werkverträgen sagte die Kanzlerin: „Ich habe noch einmal deutlich gemacht, dass ich als Bundeskanzlerin, aber auch als CDU-Vorsitzende, zu den Vereinbarungen der Koalitionsvereinbarung stehe, und dass wir auch alles daransetzen sollten, die Dinge schnell zu lösen. Sie werden durch Zeitverzögerung auch nicht anders und nicht besser.“Bei der Leiharbeit gebe es „eine sehr gute Grundlage dafür, auch eine Lösung zu finden“. Bei den Werkverträgen sei es etwas komplizierter. Doch auch daran werde mit Nachdruck gearbeitet.

Was steht im Koalitionsvertrag?

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist festgeschrieben, die Überlassung von Arbeitnehmern höchstens 18 Monaten gesetzlich zu erlauben. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sollen spätestens nach neun Monaten das gleiche Arbeitsentgelt wie entsprechende Stammarbeitnehmer erhalten. Die Tarifparteien der Einsatzbranchen sollen abweichende Lösungen vereinbaren können. Die Koalition will rechtswidrige Konstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verhindern. Deshalb soll die Prüftätigkeit der Kontrollinstanzen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit konzentriert werden. Betriebsräte sollen besser informiert und unterrichtet werden. Die Verdeckte Arbeitnehmerüberlassung soll sanktioniert werden. Der gesetzliche Arbeitsschutz für Werkvertragsbeschäftigte muss gesichert sein.

(Quelle: Bundesregierung http://ow.ly/X616y)

 

11 Jan 2016

Fundierte Compliance – Sicherheit ist eine Frage der Expertise

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Mit  erfahrenen und anerkannten Tarifprofis und Zeitarbeitsexperten prüfen wir seit 8 Jahren Zeitarbeits-unternehmen dahingehend, ob gesetzliche und tarifliche Regelungen eingehalten werden. Darüberhinaus wird nach einem anerkannten CSR-Kriterienkatalog (mit Stakeholdern der Branche erarbeitet) die Nachhaltigkeit fairen Handelns  überprüft.

Unternehmen, die sich einem jährlichen Audit und unserem Monitoring stellen und die Compliance- und CSR Kriterien einhalten, werden mit dem Qualitätssiegel faire Zeitarbeit ausgezeichnet. Kundenbetrieben der Personaldienstleister wird die nachgewiesene Compliance-Sicherheit  von uns schriftlich im Rahmen einer  Unbedenklichkeitserklärung bescheinigt.

Der Complianceaspekt wird für  Kundenunternehmen bei der  Beurteilung von Personaldienstleistern    immer wichtiger. Kein Kunde möchte sich Risiken materieller oder immaterieller Art aussetzen. Die  von der Bundesregierung veröffentlichten Prüfungsergebnisse im 12. Bericht zur Arbeitnehmerüberlassung sind wenig beruhigend. Von den über 11.000 geprüften Zeitarbeitsunternehmen haben 77,8% (über 8.000 Firmen) bußgeldbewährte Verstöße gegen Gesetze und tarifliche Regelungen begangen (Link zum Bericht). Es handelt sich häufig um systematische falsche Durchschnitts–berechnung beim Urlaub und Arbeitsunfähigkeit sowie bewußte falsche Eingruppierung (weitere Tatbestände finden Sie hier). Diese Verstöße sind nicht nur Ordnungswidrigkeiten.  Hier wird   auch den Sozialkassen Geld vorenthalten. Das ist eine Straftat.

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08 Jan 2016

DGB-Chef Hoffmann will, dass die Regelung zu maximalen Einsatzzeit im tarifplus+ erhalten bleibt

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Hoffmann ist für Tariföffnungsklauseln im Gesetz gegen Missbrauch bei Zeitarbeit und Werkvertrag. „Sie  sind nicht nur okay, sondern waren unsere ausdrückliche Forderung. Wir haben ja, wo Arbeitgeber tarifvertragsfähig sind, sinnvolle Regelungen hinbekommen. Die sollen auch weiter gelten.“ Damit unterstützt der DGB – Chef die Forderung der Tarifgemeinschaft TQZ nach Beibehaltung der seit Frühjahr 2015  bestehenden Regelungen zur maximalen Einsatzzeit im Zeitarbeitstarifvertrag tarifplus+ .