19 Jun 2014

Zukunft Zeitarbeit – Erfolgsfaktor unternehmerische Verantwortung

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Die Branche Zeitarbeit wird in der Öffentlichkeit kritisch betrachtet. Viele Unternehmen aus diesem Bereich versuchen durch verschiedene erlangte Etiketten (z.B. „TOP Dienstleister“, „RAL“ oder ähnliche) die „Problemzonen“ zu überdecken. Das gelingt in der Regel nicht, da diese Auszeichnungen alle nicht das Compliance – Verhalten eines Unternehmens (Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen) beurteilen, sondern ihre Bewertungskriterien auf Unverfängliches oder auf Prozesse ausrichten.

Unternehmerische Verantwortung (CSR) gegenüber allen beschäftigten Mitarbeitern, Einhaltung von Gesetzen und Tarifverträgen (Compliance) ist bei diesen Auszeichnungen nicht relevant. Solche Kriterien werden dort weder überprüft noch hinterfragt. Doch genau hier ist die „Schwachstelle“ der Branche, an der die öffentliche Kritik ansetzt.

Im letzten AÜG-Bericht der Bundesregierung wird berichtet, dass bei 63% der geprüften 11.067 Firmen Verstöße gegen gesetzliche und tarifliche Bestimmungen festgestellt wurden, die zu Bußgeldverfahren führten. Diese immens hohe Zahl von über über 7.000 Verfahren lässt sich kaum klein reden.

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30 Mai 2014

Wertewandel in Wirtschaft und Gesellschaft

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Die Liste der in den letzten Jahren aufgedeckten Etikettenschwindel und irreführenden Werbeaussagen in diversen Branchen ist lang. Die wenigsten Branchen sind hiervon ausgenommen. Lange Zeit war es den Firmen wichtig, ausschließlich kurzfristigen Erfolg zu erhaschen. Schnell ein positives Firmenimage und ein gutes Markenbild der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu kreieren waren die Hauptaufgaben des Marketings. Green- oder Whitewashing – sich ein grünes oder weisses Mäntelchen umzuhängen – waren die Ziele der PR -Strategen, ohne dass es dafür eine hinreichende Basis gab. Manipulierende Kommunikation schufen falsche weiße Westen und täuschende Produkt- und Dienstleistungsetiketten.

Wurde die Schönfärberei entlarvt, bedeutet dies für die Unternehmen gravierende Imageschäden aber auch materielle Verluste. Das mit viel Zeit und Geld aufgebaute positive Bild war schnell zerstört, Glaubwürdigkeit von Aussagen komplett verloren.

Whitewashing in der Personaldienstleistung

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27 Mai 2014

Verhindern die neuen Branchentarifabschlüsse eine gesetzliche Regelung?

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Für die Branchen Kali und Steinsalz, sowie für die Papier erzeugende Industrie wurden inzwischen Branchenzuschlagstarife mit der IG BCE ausgehandelt. Dabei wurde in der Papiererzeugung nur für die überlassenen gewerblichen Mitarbeiter eine Anpassungs-regelung getroffen.

Der Verhandlungsführer der Verbände BAP und iGZ, Thomas Bäumer, ist der Meinung, dass es keiner allgemeinen gesetzlichen Regelung zur Equal – Pay  – Anpassung bedarf: „Die Sozialpartner haben erneut gezeigt, dass das System der Branchenzuschlags-tarifverträge das probate Mittel zur Lohnangleichung in der Zeitarbeit ist. Die im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehenen gesetzlichen Regelungen sind also völlig unnötig.“

Auf keine gesetzliche Lösung zu setzen, könnte eine komplette Fehleinschätzung sein.

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30 Apr 2014

Raus aus der Schmuddelecke – NRW Arbeitsminister Schneider lobt den Arbeitsschutz in der Zeitarbeit Zeitarbeit

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Untersuchung zum Arbeitsschutz der NRW-BEHÖRDEN

Eine Kontrolle in 59 Leiharbeitsfirmen und 157 Entleih-Firmen in NRW ergab, dass die Arbeitsbedingungen beim Arbeitsschutz für Leiharbeiter in der Regel genauso gut sind wie für Stammkräfte. 

„Die Leiharbeitsbranche ist auf dem Weg aus der Schmuddelecke“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) im Gespräch mit der WAZ. Hauptproblem bleibe aber die häufig ungleiche Bezahlung. Schneider forderte, dass spätestens nach neun Monaten Einsatz Leiharbeitern der gleiche Lohn wie dem Stammpersonal gezahlt werden muss.

Auch der DGB-Arbeitsmarktexperte Michael Hermund sieht „positive Tendenzen bei Leiharbeitsfirmen“. Es gebe neben schwarzen Schafen immer mehr seriöse Betriebe, die seit Jahren im Geschäft seien und Mitarbeiter fair behandelten.
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28 Apr 2014

Das Interview zum Thema faire Zeitarbeit

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Die NRW-eigene Gesellschaft für innovative Beschäftigung (G.I.B.) sprach mit Norbert Fuhrmann über die Zielsetzung der I.Q.Z. und des Qualitätssiegels, die Kriterien, die für die Auszeichnung zu erfüllen sind, über Entwicklungstendenzen in der Zeitarbeit und wie sich faire Arbeit in der Zeitarbeit realisieren lässt“.

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Die G.I.B. übernimmt mit ihrer fachlichen Begleitung von Landesprogrammen und -initiativen (z.B. im Projekt „FAIRE ARBEIT FAIRER WETTBEWERB)“ eine Scharnierfunktion zwischen Land und Regionen. Regionale Entscheidungsträger und Multiplikatoren werden bei der Umsetzung von Landesprogrammen seitens der G.I.B. unterstützt.

 

03 Apr 2014

Bundesregierung hat den Gesetzesentwurf zur Stärkung der Tarifautonomie verabschiedet.

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Mehr Fairness im Job, Verhindern von sozialen Schieflagen am Arbeitsplatz und die Stärkung von Tarifpartnerschaft und Tarifautonomie – gleich drei zentrale Ziele setzt die Koalition mit diesem Gesetz um. Die Koalition stärkt damit  gleichzeitig die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Das Gesetz ist mehr als bloß die Festschreibung einer Lohnuntergrenze oder eines Maßnahmenkatalog gegen einzelne Defizite in der Arbeitswelt,“ bemerkt Karl Schieverling MdB arbeits- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Die jetzt beschlossenen Mindestlohnregelungen will keine Tarifautonomie aushebeln, sondern durch gesetzliche Regelung soll Tarifpartnerschaft ergänzt und gestützt werden.

Die Stärkung der Tarifautonomie wird insbesondere durch den Einsatz der Mindestlohn-Kommission erreicht. In dieser Kommission werden künftig die Tarifpartner eigenverantwortlich über die Höhe der Lohnuntergrenze entscheiden – und eben nicht Politiker außerhalb der betrieblichen und wirtschaftlichen Praxis“, betont Schiewerling. Wichtig für die Union ist zudem: Regionale Tarifverträge müssen in der Übergangszeit bis Ende 2016 weiter gelten.

Weiter wird das Tarifvertragsgesetz verändert. Das starre 50-Prozent-Quorum für Allgemeinverbindlichkeit wird gestrichen. So können Tarifverträge  im öffentlichen Interesse für allgemein verbindlich erklärt werden.

Auch des Arbeitnehmerentsendegesetzes wird für alle Branchen geöffnet. Mindestlöhne gelten dann über die Grenzen einer Branche. Schiewerling: „Damit sorgen wir für Fairness in den Bereichen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Wir wollen, dass dieser nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird. Für „Made in Germany“ ist das erfolgreiche Wettbewerbsmerkmal die Qualität – und nicht Lohndumping.“

 

25 Mrz 2014

Die Imageprobleme der Zeitarbeitsbranche

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eine Bestandsaufnahme

Mit wachsender arbeitsmarktpolitischer Bedeutung der Zeitarbeit und der zunehmend kritischen Haltung der Bevölkerung zu dieser Beschäftigungsform bemühen sich die Arbeitgeberverbände um eine Imageverbesserung. Dabei wird auf Selbstreinigung und positive Marketingaussagen gesetzt.

Verallgemeinerungsstrategie1

Im Wege einer seit Jahren realisierten Verallgemeinerungsstrategie setzen die beiden Verbände BAP und iGZ auf Ethik Kodizes (mit Schlichtungsstelle), um Ihre Mitgliedsunternehmen auf die Einhaltung von Arbeits- und Sozialbedingungen zu verpflichten, die „an der Untergrenze der Bestimmungen im Vergleich zu anderen Branchen angesiedelt sind“2. Nur wenn die Kontakt- und Schlichtungsmechanismen bekannt sind und dorthin Beschwerden vorgebracht werden können, werden Schlichtungsverfahren eingeleitet. Die Verbände gehen davon aus, dass diese Regeln eingehalten werden und verknüpfen offengelegte Missbräuche und Verstöße mit der Abwehrstrategie „ der Einzelfälle“. Oft war es für betroffene Beschäftigte auch effektiver, bei Arbeitsgerichten ihre Sachverhalte einzuklagen, bevor Ausschlussfristen verfielen. Somit kommen viele Fälle gar nicht bis  zu den Schlichtungsstellen.

Das Ziel der Verbände, der Politik zu zeigen, dass ein gesetzlicher Eingriff in die Bedingungen der Branche nicht notwendig ist, konnte so nicht signifikant erreicht werden.

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18 Mrz 2014

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit einen Riegel vorschieben.

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Arbeitsminister Guntram Schneider macht konkrete Vorschläge für eine Gesetzesänderung

Ausgehend von einer Diskussion im Forum „Faire Zukunftslösung für Flexibilität“, hinterlegt mit Gutachten von Herrn Prof. Dr. Peter Schüren und Frau Prof. Dr. Christiane Brots (Infos hierzu) ist das laut Minister Schneider „der erste konkrete Vorschlag für eine Eindämmung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen. NRW setzt damit die Messlatte hoch für alle folgenden Diskussionen.”

Bei Werkverträgen „Umkehr der Beweislast“

Die Arbeitgeber müssen künftig nachweisen, dass die Beschäftigten  in einem Werkvertrag tatsächlich echte Werkvertrags-Mitarbeiter sind und kein Schein-Werkvertrag vorliegt. Schneider: “Konkret heißt das: Wir wollen die Beweislastumkehr einführen. Wenn ein Mitarbeiter aufzeigt, dass er in die Arbeitsorganisation genauso eingebunden ist, wie ein Kollege aus dem Stammpersonal, dann muss das Unternehmen beweisen, dass dies nicht der Fall ist. Kann es das nicht, dann ist es automatisch der tatsächliche Arbeitgeber und haftet. Der Arbeitnehmer kann sich dann einklagen.”

Stärkere Informationsrechte für Betriebsräte bei Werkverträgen

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17 Mrz 2014

Zeitarbeit weiterhin Problembereich?

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Bei 63% der durchgeführten  Prüfungen  der Aufsichtsbehörde wurden anschließend Bußgeldverfahren gegen Zeitarbeitsfirmen eingeleitet.

Eigenbekundungen über Seriosität und gute, faire Zeitarbeit sind schnell getätigt. Eine externe Beurteilung stellt derartige Aussagen auf dem Prüfstand. Im 12. Bericht zur Arbeitnehmerüberlassung  wird aufgeführt, dass nach 11.067 durchgeführten Prüfungen zwischen 2009 und 2012  7.060 Bußgeld-verfahren (63%) eingeleitet wurden.

Am häufigsten wurden bei Prüfungen der geschäftlichen Unterlagen der Verleiher folgende Verstöße gegen gesetzliche sowie arbeits- und tarifrechtliche Vorschriften festgestellt:

06 Mrz 2014

Unternehmerische Verantwortung – Zukunftsthema der Personaldienstleistung

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Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility (CSR) ist inzwischen das Thema in den verschiedensten Branchen. Die Wiederbelebung  von Werten in der Unternehmensführung hat Gründe:

  • Zukünftiger Fachkräftemangel und der Wettbewerb um die besten Köpfe veranlassen viele Unternehmen – besonders in der Personaldienstleistung – zum Umdenken.
  • Neben exzellenten Produkten und Dienstleistungen ist die Reputation ein wesentlicher Faktor für den  mittel- und längerfristigen Unternehmenserfolg.
  • Bewerber werden nur dann zu Ihren Mitarbeitern, wenn man  ihnen ein schlüssiges Gesamtpaket bieten.
  • Kunden schützen das eigene Image und suchen sich vermehrt Dienstleister, die verantwortliches unternehmerisches Handeln in ihrer Geschäftstätigkeit dokumentieren.
  • Lieferanten sind der Multiplikator des verantwortlichen Handelns.

Spenden, Sponsoring und das Gründen von Stiftungen ist nicht alles. CSR bedeutet viel mehr. CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit ( bei Bewerbern, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten), ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. Für das Ansehen in der Öffentlichkeit ist CSR in Zukunft unverzichtbar.

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