03 Apr 2014

Bundesregierung hat den Gesetzesentwurf zur Stärkung der Tarifautonomie verabschiedet.

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Mehr Fairness im Job, Verhindern von sozialen Schieflagen am Arbeitsplatz und die Stärkung von Tarifpartnerschaft und Tarifautonomie – gleich drei zentrale Ziele setzt die Koalition mit diesem Gesetz um. Die Koalition stärkt damit  gleichzeitig die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Das Gesetz ist mehr als bloß die Festschreibung einer Lohnuntergrenze oder eines Maßnahmenkatalog gegen einzelne Defizite in der Arbeitswelt,“ bemerkt Karl Schieverling MdB arbeits- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Die jetzt beschlossenen Mindestlohnregelungen will keine Tarifautonomie aushebeln, sondern durch gesetzliche Regelung soll Tarifpartnerschaft ergänzt und gestützt werden.

Die Stärkung der Tarifautonomie wird insbesondere durch den Einsatz der Mindestlohn-Kommission erreicht. In dieser Kommission werden künftig die Tarifpartner eigenverantwortlich über die Höhe der Lohnuntergrenze entscheiden – und eben nicht Politiker außerhalb der betrieblichen und wirtschaftlichen Praxis“, betont Schiewerling. Wichtig für die Union ist zudem: Regionale Tarifverträge müssen in der Übergangszeit bis Ende 2016 weiter gelten.

Weiter wird das Tarifvertragsgesetz verändert. Das starre 50-Prozent-Quorum für Allgemeinverbindlichkeit wird gestrichen. So können Tarifverträge  im öffentlichen Interesse für allgemein verbindlich erklärt werden.

Auch des Arbeitnehmerentsendegesetzes wird für alle Branchen geöffnet. Mindestlöhne gelten dann über die Grenzen einer Branche. Schiewerling: „Damit sorgen wir für Fairness in den Bereichen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Wir wollen, dass dieser nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird. Für „Made in Germany“ ist das erfolgreiche Wettbewerbsmerkmal die Qualität – und nicht Lohndumping.“

 

25 Mrz 2014

Die Imageprobleme der Zeitarbeitsbranche

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eine Bestandsaufnahme

Mit wachsender arbeitsmarktpolitischer Bedeutung der Zeitarbeit und der zunehmend kritischen Haltung der Bevölkerung zu dieser Beschäftigungsform bemühen sich die Arbeitgeberverbände um eine Imageverbesserung. Dabei wird auf Selbstreinigung und positive Marketingaussagen gesetzt.

Verallgemeinerungsstrategie1

Im Wege einer seit Jahren realisierten Verallgemeinerungsstrategie setzen die beiden Verbände BAP und iGZ auf Ethik Kodizes (mit Schlichtungsstelle), um Ihre Mitgliedsunternehmen auf die Einhaltung von Arbeits- und Sozialbedingungen zu verpflichten, die „an der Untergrenze der Bestimmungen im Vergleich zu anderen Branchen angesiedelt sind“2. Nur wenn die Kontakt- und Schlichtungsmechanismen bekannt sind und dorthin Beschwerden vorgebracht werden können, werden Schlichtungsverfahren eingeleitet. Die Verbände gehen davon aus, dass diese Regeln eingehalten werden und verknüpfen offengelegte Missbräuche und Verstöße mit der Abwehrstrategie „ der Einzelfälle“. Oft war es für betroffene Beschäftigte auch effektiver, bei Arbeitsgerichten ihre Sachverhalte einzuklagen, bevor Ausschlussfristen verfielen. Somit kommen viele Fälle gar nicht bis  zu den Schlichtungsstellen.

Das Ziel der Verbände, der Politik zu zeigen, dass ein gesetzlicher Eingriff in die Bedingungen der Branche nicht notwendig ist, konnte so nicht signifikant erreicht werden.

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18 Mrz 2014

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit einen Riegel vorschieben.

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Arbeitsminister Guntram Schneider macht konkrete Vorschläge für eine Gesetzesänderung

Ausgehend von einer Diskussion im Forum „Faire Zukunftslösung für Flexibilität“, hinterlegt mit Gutachten von Herrn Prof. Dr. Peter Schüren und Frau Prof. Dr. Christiane Brots (Infos hierzu) ist das laut Minister Schneider „der erste konkrete Vorschlag für eine Eindämmung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen. NRW setzt damit die Messlatte hoch für alle folgenden Diskussionen.”

Bei Werkverträgen „Umkehr der Beweislast“

Die Arbeitgeber müssen künftig nachweisen, dass die Beschäftigten  in einem Werkvertrag tatsächlich echte Werkvertrags-Mitarbeiter sind und kein Schein-Werkvertrag vorliegt. Schneider: “Konkret heißt das: Wir wollen die Beweislastumkehr einführen. Wenn ein Mitarbeiter aufzeigt, dass er in die Arbeitsorganisation genauso eingebunden ist, wie ein Kollege aus dem Stammpersonal, dann muss das Unternehmen beweisen, dass dies nicht der Fall ist. Kann es das nicht, dann ist es automatisch der tatsächliche Arbeitgeber und haftet. Der Arbeitnehmer kann sich dann einklagen.”

Stärkere Informationsrechte für Betriebsräte bei Werkverträgen

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17 Mrz 2014

Zeitarbeit weiterhin Problembereich?

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Bei 63% der durchgeführten  Prüfungen  der Aufsichtsbehörde wurden anschließend Bußgeldverfahren gegen Zeitarbeitsfirmen eingeleitet.

Eigenbekundungen über Seriosität und gute, faire Zeitarbeit sind schnell getätigt. Eine externe Beurteilung stellt derartige Aussagen auf dem Prüfstand. Im 12. Bericht zur Arbeitnehmerüberlassung  wird aufgeführt, dass nach 11.067 durchgeführten Prüfungen zwischen 2009 und 2012  7.060 Bußgeld-verfahren (63%) eingeleitet wurden.

Am häufigsten wurden bei Prüfungen der geschäftlichen Unterlagen der Verleiher folgende Verstöße gegen gesetzliche sowie arbeits- und tarifrechtliche Vorschriften festgestellt:

06 Mrz 2014

Unternehmerische Verantwortung – Zukunftsthema der Personaldienstleistung

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Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Social Responsibility (CSR) ist inzwischen das Thema in den verschiedensten Branchen. Die Wiederbelebung  von Werten in der Unternehmensführung hat Gründe:

  • Zukünftiger Fachkräftemangel und der Wettbewerb um die besten Köpfe veranlassen viele Unternehmen – besonders in der Personaldienstleistung – zum Umdenken.
  • Neben exzellenten Produkten und Dienstleistungen ist die Reputation ein wesentlicher Faktor für den  mittel- und längerfristigen Unternehmenserfolg.
  • Bewerber werden nur dann zu Ihren Mitarbeitern, wenn man  ihnen ein schlüssiges Gesamtpaket bieten.
  • Kunden schützen das eigene Image und suchen sich vermehrt Dienstleister, die verantwortliches unternehmerisches Handeln in ihrer Geschäftstätigkeit dokumentieren.
  • Lieferanten sind der Multiplikator des verantwortlichen Handelns.

Spenden, Sponsoring und das Gründen von Stiftungen ist nicht alles. CSR bedeutet viel mehr. CSR steht für sozial verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit ( bei Bewerbern, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten), ergänzt um ökologisch relevante Aspekte. Für das Ansehen in der Öffentlichkeit ist CSR in Zukunft unverzichtbar.

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26 Feb 2014

Arbeitsministerin Nahles: „Leiharbeit hat zwei Gesichter“

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Kabinett beschließt 12. Bericht zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Das Bundeskabinett hat heute den 12. Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (12. AÜG-Bericht) beschlossen. Der Bericht wird nun Bundestag und Bundesrat zugeleitet.

Der Berichtszeitraum umfasst die Jahre 2009 bis 2012. Der Bericht beschreibt die Rechtsentwicklungen in diesem Zeitraum, insbesondere

  • die Umsetzung der EU-Leiharbeitsrichtlinie,
  • die „Drehtürklausel“ zur Verhinderung von Missbrauch der Zeitarbeit,
  • die Etablierung und Kontrolle einer allgemeinverbindlichen Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit,
  • Rechtsprechung und Verwaltungshandeln zur Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP),
  • tarifliche Branchenzuschläge als Schritte zur Stärkung des Equal Pay-Grundsatzes.

Der Bericht stellt des Weiteren die Überwachung der legalen Arbeitnehmerüberlassung, die zahlenmäßigen Entwicklungen und die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Leiharbeit dar.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles:


Der Bericht zeigt, dass die Leiharbeit zwei Gesichter hat. Sie ist einerseits
gerade für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte eine Chance, auf dem    Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, und hat dazu beigetragen, die    positive wirtschaftliche Entwicklung schnell in Beschäftigung umzusetzen.  Andererseits findet dies außerhalb der Stammbelegschaften statt und es  drohen Verdrängungseffekte und Lohndruck. Deshalb ist es gut, dass wir im  Koalitionsvertrag vereinbart haben, die Leiharbeit wieder auf ihre Kernfunktionen hin zu orientieren – mit einer grundsätzlichen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten – und Equal Pay mit Stammbeschäftigten nach spätestens neun Monaten gesetzlich festzuschreiben. Wir machen Leiharbeit zu guter Arbeit.

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21 Feb 2014

BA als Prüfbehörde verhängt verstärkt Bußgelder an Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirmen

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In der letzten Zeit ist auffällig geworden, dass bei Prüfungen bei Zeitarbeitsfirmen  bei Verstößen verstärkt Bußgelder gegen Geschäftsführer verhängt wurden. Die Bußgeldhöhen werden wie folgt ermittelt: Vorenthaltungsbetrag in Euro  gegenüber einer Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter plus 20% (Gewinnaufschlag) multipliziert mit einem Faktor von 2 bis 2,5.

Beispiel: wird 100,00 € im Einzelfall vorenthalten sind Bußgelder zwischen 240,00 € und 300,00 € möglich. Mengenrabatte sind hier nicht zu erwarten.

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12 Jan 2014

Achtung! Versteckte Kosten bei der Kalkulation beachten!

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Die ersten Erkenntnisse aus der Praxis zeigen, dass der letzte Tarifabschluss nicht nur eine Lohnkostenerhöhung von (im Westen) 3,8% beinhaltet. Die versteckten Kosten aus dem Manteltarifvertrag (z.B. Änderung der Lohnfortzahlung und die Zeitkontenregeln) erhöhen die Gesamtlohnkosten erheblich. So können die Lohnfortzahlungkosten im Krankheitsfall bis zu 71% steigen. Um keine böse „Überraschung“ zu erleben, sollte man auch diese „versteckten“ Kosten dringend in seine Kalkulation einbauen.
Wirken  diese Manteltarif-Änderungen mit den anderen Faktoren wie Branchenzuschlag und Einsatzwechsel zusammen, dann schmelzen Roherträge deutlich. Dies kann zu erheblichen betriebswirtschaftlichen Problemen bis hin zur Existenzbedrohung führen.
Unser Kalkulationsseminar hilft versteckte Kosten zu beziffern und existenzsichernd zu kalkulieren.

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08 Jan 2014

Ge­richts­prä­si­den­tin des BAG macht Druck: Leih­ar­beit muss bes­ser ge­re­gelt wer­den

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An­ge­sichts der Kla­ge­wel­le von Leih­ar­bei­tern hält die Prä­si­den­tin des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG), In­grid Schmidt, ei­ne stär­ke­re Re­gu­lie­rung der Bran­che für über­fäl­lig. Not­wen­dig sei­en ne­ben Sank­tio­nen ge­gen Miss­brauch beim Dau­er­ein­satz von Leih­ar­bei­tern auch prä­zi­se­re Be­stim­mun­gen bei den Lohn­an­sprü­chen, sag­te Schmidt der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Er­furt.
„Es gibt nach wie vor ei­ne Rei­he un­ge­klär­ter Fra­gen.“

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19 Dez 2013

Mit Fairness in die Zukunft starten

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung, wirtschaftlicher Erfolg

Die I.Q.Z versteht sich als Plattform für faire, seriöse und an Werten orientierte Personaldienstleistung. Gemeinsam mit den Stakeholdern der Branche wurden die allgemeinen Grundsätze für eine faire Zeitarbeit entwickelt. Ein Unternehmen das glaubhaft seine Fairness darlegen kann und Transparenz nicht scheut, wird durch ein externes Audit geprüft. Erfüllt dieses alle signifikanten Kriterien der fairen Zeitarbeit, wird das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit verliehen. Jährliche verpflichtende Prüfungen dokumentieren die Nachhaltigkeit der Arbeitsweise.

Das verliehene Siegel wird so zu einem wesentlichen Teil der Unternehmensmarke und unterstreicht den guten Ruf bei Bewerbern, Kunden und in der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Projekts der NRW Landesregierung „FAIRE ARBEIT FAIRER WETTBEWERB“ werden mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnete Unternehmen als positive Beispiele der Zeitarbeit angesehen.

Weitere Aktivitäten der I.Q.Z finden Sie hier