26 Feb 2014

Arbeitsministerin Nahles: „Leiharbeit hat zwei Gesichter“

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Kabinett beschließt 12. Bericht zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Das Bundeskabinett hat heute den 12. Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (12. AÜG-Bericht) beschlossen. Der Bericht wird nun Bundestag und Bundesrat zugeleitet.

Der Berichtszeitraum umfasst die Jahre 2009 bis 2012. Der Bericht beschreibt die Rechtsentwicklungen in diesem Zeitraum, insbesondere

  • die Umsetzung der EU-Leiharbeitsrichtlinie,
  • die „Drehtürklausel“ zur Verhinderung von Missbrauch der Zeitarbeit,
  • die Etablierung und Kontrolle einer allgemeinverbindlichen Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit,
  • Rechtsprechung und Verwaltungshandeln zur Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP),
  • tarifliche Branchenzuschläge als Schritte zur Stärkung des Equal Pay-Grundsatzes.

Der Bericht stellt des Weiteren die Überwachung der legalen Arbeitnehmerüberlassung, die zahlenmäßigen Entwicklungen und die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Leiharbeit dar.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles:


Der Bericht zeigt, dass die Leiharbeit zwei Gesichter hat. Sie ist einerseits
gerade für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte eine Chance, auf dem    Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, und hat dazu beigetragen, die    positive wirtschaftliche Entwicklung schnell in Beschäftigung umzusetzen.  Andererseits findet dies außerhalb der Stammbelegschaften statt und es  drohen Verdrängungseffekte und Lohndruck. Deshalb ist es gut, dass wir im  Koalitionsvertrag vereinbart haben, die Leiharbeit wieder auf ihre Kernfunktionen hin zu orientieren – mit einer grundsätzlichen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten – und Equal Pay mit Stammbeschäftigten nach spätestens neun Monaten gesetzlich festzuschreiben. Wir machen Leiharbeit zu guter Arbeit.

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21 Feb 2014

BA als Prüfbehörde verhängt verstärkt Bußgelder an Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirmen

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In der letzten Zeit ist auffällig geworden, dass bei Prüfungen bei Zeitarbeitsfirmen  bei Verstößen verstärkt Bußgelder gegen Geschäftsführer verhängt wurden. Die Bußgeldhöhen werden wie folgt ermittelt: Vorenthaltungsbetrag in Euro  gegenüber einer Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter plus 20% (Gewinnaufschlag) multipliziert mit einem Faktor von 2 bis 2,5.

Beispiel: wird 100,00 € im Einzelfall vorenthalten sind Bußgelder zwischen 240,00 € und 300,00 € möglich. Mengenrabatte sind hier nicht zu erwarten.

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12 Jan 2014

Achtung! Versteckte Kosten bei der Kalkulation beachten!

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Die ersten Erkenntnisse aus der Praxis zeigen, dass der letzte Tarifabschluss nicht nur eine Lohnkostenerhöhung von (im Westen) 3,8% beinhaltet. Die versteckten Kosten aus dem Manteltarifvertrag (z.B. Änderung der Lohnfortzahlung und die Zeitkontenregeln) erhöhen die Gesamtlohnkosten erheblich. So können die Lohnfortzahlungkosten im Krankheitsfall bis zu 71% steigen. Um keine böse „Überraschung“ zu erleben, sollte man auch diese „versteckten“ Kosten dringend in seine Kalkulation einbauen.
Wirken  diese Manteltarif-Änderungen mit den anderen Faktoren wie Branchenzuschlag und Einsatzwechsel zusammen, dann schmelzen Roherträge deutlich. Dies kann zu erheblichen betriebswirtschaftlichen Problemen bis hin zur Existenzbedrohung führen.
Unser Kalkulationsseminar hilft versteckte Kosten zu beziffern und existenzsichernd zu kalkulieren.

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08 Jan 2014

Ge­richts­prä­si­den­tin des BAG macht Druck: Leih­ar­beit muss bes­ser ge­re­gelt wer­den

Keine Kommentare Politik, Rechtsprechung
An­ge­sichts der Kla­ge­wel­le von Leih­ar­bei­tern hält die Prä­si­den­tin des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG), In­grid Schmidt, ei­ne stär­ke­re Re­gu­lie­rung der Bran­che für über­fäl­lig. Not­wen­dig sei­en ne­ben Sank­tio­nen ge­gen Miss­brauch beim Dau­er­ein­satz von Leih­ar­bei­tern auch prä­zi­se­re Be­stim­mun­gen bei den Lohn­an­sprü­chen, sag­te Schmidt der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Er­furt.
„Es gibt nach wie vor ei­ne Rei­he un­ge­klär­ter Fra­gen.“

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19 Dez 2013

Mit Fairness in die Zukunft starten

Keine Kommentare Unternehmensmarke, Verantwortung, wirtschaftlicher Erfolg

Die I.Q.Z versteht sich als Plattform für faire, seriöse und an Werten orientierte Personaldienstleistung. Gemeinsam mit den Stakeholdern der Branche wurden die allgemeinen Grundsätze für eine faire Zeitarbeit entwickelt. Ein Unternehmen das glaubhaft seine Fairness darlegen kann und Transparenz nicht scheut, wird durch ein externes Audit geprüft. Erfüllt dieses alle signifikanten Kriterien der fairen Zeitarbeit, wird das Qualitätssiegel faire Zeitarbeit verliehen. Jährliche verpflichtende Prüfungen dokumentieren die Nachhaltigkeit der Arbeitsweise.

Das verliehene Siegel wird so zu einem wesentlichen Teil der Unternehmensmarke und unterstreicht den guten Ruf bei Bewerbern, Kunden und in der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Projekts der NRW Landesregierung „FAIRE ARBEIT FAIRER WETTBEWERB“ werden mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnete Unternehmen als positive Beispiele der Zeitarbeit angesehen.

Weitere Aktivitäten der I.Q.Z finden Sie hier

 

02 Dez 2013

Koalitionsvereinbarungen zur Zeitarbeit erschrecken die Branche

2 Kommentare Politik

Zwei Vereinbarungen im Koalitionsvertrag haben einen Teil der Branche aufgeschreckt: Eine Überlassung soll auf 18 Monate beschränkt werden und nach spätestens 9 Monaten soll das Arbeitsentgelt des Zeitarbeitnehmers an das eines Stammbeschäftigten angeglichen werden. Bei der Beschränkung auf 18 Monate sollen Ausnahmen durch Tarif- oder Betriebsvereinbarungen möglich sein, um in Einzelfällen (z.B. bei Elternzeit-Vertretung) eine Verlängerung realisieren zu können.

Die Aufregung bei einigen Unternehmen war nicht zu übersehen. Es sah für manche so aus, als ob ein Blitz aus heiterem Himmel eingeschlagen wäre. Offensichtlich hatte man nicht mit diesen beiden gesetzlichen  Regulierungen gerechnet . Konnte man wirklich nicht mit einer Beschränkung der Überlassungszeit  und einer  gesetzlichen Angleichung an die Entgelte der Stammbeschäftigten rechnen?

Die Entgeltangleichung war schon seit fast 2,5 Jahren ein Thema der damaligen Regierungskoalition. Frau von der Leyen hatte mehrfach wiederholt, dass nach einer gewissen Zeit eine Entgletangleichung erfolgen muss. Die Tarifpartner wurden aufgefordert, hier tarifliche Lösungen zu finden. Sollte das nicht hinreichend sein, würde die Politik eingreifen.  Auch die SPD, die FDP, die Grünen und die Linke waren für Equal Pay nach einer gewissen „Einarbeitungs“-Zeit – die FDP brachte z.B. 9 Monate als Einarbeitung ins Gespräch.

Die Verbände iGZ und BAP haben in einigen Branchen Zuschlagstarife mit den Gewerkschaft abgeschlossen. Nach einem neunmonatigen Einsatz wird dabei in 5 Stufen annähernd Equal Pay erreicht. Jedoch wurden nicht alle Branchen abgedeckt. Offensichtlich waren die Verbände der Meinung, dass die wenigen Branchenzuschlagstarife ausreichten, um einen „Eingriff“ des Gesetzgebers zu verhindern. Bei der Mitgliederversammlung zum Thema  Branchenzuschlagstarife – im letzten Jahr in Köln – wurde genau diese Argumentation den Mitgliedsunternehmen vermittelt. Die Branchenzuschlags-Tarife seien alternativlos, sonst würde die Politik gesetzliche Regelungen herbeiführen.

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08 Nov 2013

Klare Kante beim „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“

Keine Kommentare Verantwortung

Die Europa Zeitarbeit GBR in Senden und Lindau wurde von der I.Q.Z das „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ aberkannt.

Der anerkannte Kriterienkatalog zum Thema „faire Zeitarbeit“, gemeinsam mit den Stakeholdern der Branche entwickelt, ist die Grundlage für ein Audit zur Erlangung des „Qualitätssiegels faire Zeitarbeit“. Transparenz ist die Nachhaltigkeit des fairen und seriösen Handelns ist eine essenzielle Voraussetzung zur Erlangung dieser Auszeichnung.

Um die hohen Qualitätsanforderungen der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit dauerhaft sicherzustellen, müssen sich Unternehmen, denen das „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit” verliehen wurde, regelmäßig jährlichen Überprüfungen unabhängiger Auditoren unterziehen. Damit dokumentieren die zertifizierten Personaldienstleister nach innen und außen, dass sie verantwortungsbewusst und nachhaltig die CSR-Standards der Zeitarbeit einhalten.

Entzieht man sich der jährlichen Audits, wird gegen gesetzliche bzw. tarifliche Verpflichtung verstossen oder die Kriterien für faire Zeitarbeit nicht mehr eingehalten, wird das „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ dem Unternehmen aberkannt.

Im vorliegenden Fall entzog sich das Unternehmen einem Wiederholungsaudit. Außerdem wurden Verstöße festgestellt.

 

25 Okt 2013

Was kostet eigentlich der Tarifabschluss Zeitarbeit?

Keine Kommentare Tarife

Ein kurzer Blick auf 2014

Der Tarifabschluss ist vollzogen, die Erklärungsfrist ist widerspruchslos abgelaufen. Wie immer werden zunächst die Prozentzahlen veröffentlicht. In dem dreistufigen Abschluss – Laufzeit bis Ende 2016 – möchte wir hier nur das Augenmerk auf das Jahr 2014 lenken. Dort bekommen die Beschäftigten der Zeitarbeit ab dem 01.01.2014 eine Lohnerhöhung im Westen von 3,8 % und im Osten von 4,8 %. Es steigt also die unterste Lohnstufe auf 8,50 € im Westen und 7,86 € im Osten.

Zusätzliche Belastungen

Aber damit ist nur ein Teil der tariflichen Veränderungen in 2014 in Euro und Cent wiedergegeben. Veränderungen im Entgeltrahmen- und im Manteltarifvertrag bescheren den Unternehmen der Zeitarbeit zusätzliche finanzielle Belastung, die in der Kalkulation zu berücksichtigen sind.

In unseren Seminaren stellen wir diese Auswirkungen dar. Hier einige Beispiele:
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23 Jun 2013

NRW – Landesinitiative „FAIRE ARBEIT – FAIRER WETTBEWERB“ wird auch in der Zeitarbeit fündig

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Im Rahmen der Landesinitiative „ Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ besuchte auf Anregung der I.Q.Z  Arnold Kratz von der G.I.B. mbH (Projektleitung „FAIRE ARBEIT – FAIRER WETTBEWERB“) die Job find 4 you Personalmanmagement GmbH.

Er wollte sich in einem persönlichen Gespräch mit Hans-Joachim Wendland und Thomas Buß davon überzeugen, dass es sich lohnt, die Aktivitäten und Geschäftspraktiken dieser mit dem „Qualitätssiegel faire Zeitarbeit“ ausgezeichneten Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Ist doch eines der Hauptziele dieser Landesinitiative gute Beispiele fairer Arbeit aus NRW aufzuspüren und zu veröffentlichen.

Bildnachweis: Job find 4 You Personalmanagement GmbH Weiterlesen