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14 Nov 2018

Arbeitgeber Audi im Dieselskandal: Die Letzten beißen die Hunde

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Bei Audi in Ingolstadt etwa sind die Folgen für die Mitarbeiter bisher überschaubar – umso härter trifft es die Zulieferer und die Allerletzten in der Arbeitskette, die Zeitarbeiternehmer.

Die Arbeitnehmer der Zulieferer (z.B. bei Imperial) Fahren Kurzarbeit und verdienen etwas weniger. Schlimmer trifft es Zeitarbeitnehmer. Sie wurden abgemeldet und sind jetzt teilweise arbeitslos. Einige Personaldienstleister haben sich während der Einsatzzeit nicht korrekt verhalten. Obwohl Zeitarbeitnehmer in der M+E Kontraktlogistik (branchenzuschlagspflichtig) eingesetzt waren, wurden nicht allen Mitarbeitern Branchenzuschläge bezahlt.

Es gibt die Leiharbeiter ohne Branchenzuschlag. Daneben der ‚Imperialer‘, der die gleiche Tätigkeit mit Tarifvertrag macht und 2.400 Euro kriegt, und dann die ‚High Class‘ der Logistiker bei Audi mit Jahressondervergütung, Erfolgsbeteiligung und so weiter. Das ist ungerecht.“ bemerkt Gerhard Stelzer von IG Metall.

Quelle: https://bit.ly/2TbWy6f

13 Nov 2018

Gastbeitrag von Dieter Hildner zur Petition des Randstad Betriebsrates zur Höchstüberlassungsdauer

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Sehr geehrte Damen und Herren,


vielen Dank für die zutreffende Argumentation von ihrer Seite. Auf solche Betriebsräte die nur ihrem Arbeitgeber behilflich sein wollen , kann man getrost verzichten. Eine Initiative zu ergreifen, die auch die Arbeitnehmer am Wohlstand teilhaben lässt, hierzu fehlt jeglicher Mut.

Die um sich greifende Armut kommt daher, dass die Tarifpartner einen Tarifvertrag vereinbart haben, der bei den Leiharbeitnehmern zwangsläufig in die Altersarmut führt. Hierzu müßte schon von der Bundesregierung ein höherer Mindestlohn beschlossen werden, der auch zum Leben reicht. Wenn dies nicht geschieht macht sich die Regierung mitschuldig an der schon weit verbreiteten Altersarmut.

Die Einbußen bei den Wählerstimmen für die großen Parteien machen doch sichtbar, wie es wirklich bei den Menschen aussieht und die Parteien wissen meistens nicht woran es gelegen haben soll, dass sie so wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Es ist nicht hinzunehmen, dass es diese Unterschiede bei  den Löhnen und Gehältern gibt und der Mindestlohn von einer Kommission festgelegt wird, die davon nicht leben braucht und von der Regierung ohne besondere Prüfung durchgewunken wird.

Im vorliegenden Fall ist die Petition viel zu einseitig erstellt worden, die Argumente sind nur vorgeschoben. Mit dem Gesetz sollte erreicht werden, dass Leiharbeitnehmer im Entleihbetrieb fest übernommen werden, deswegen ist die Verweildauer gesetzlich festgelegt worden. Es ist also nur ein Jammern auf hohem Niveau, das die Arbeitgeber der Branche hier veranstalten wollen. Die Prüfung der Petition wird ergeben, dass viele Ungereimtheiten im Gesetz vorhanden sind und sich die Regierung bei der Beschließung des Gesetzes nicht besonders viel Mühe gegeben hat.

Freundliche Grüße

Dieter Hildner

07 Nov 2018

Die Petition des Randstad – Betriebsrats zur Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten – Eine kritische Betrachtung

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Die Forderung nach Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer wird begründet weil:

      1. gute Kundeneinsätze nach 18 Monaten verlassen werden müssen, obwohl der Zeitarbeitnehmer gerne bleiben würde.
      2. Damit verbunden sind finanzielle Nachteile und der Druck, sich wieder bei einem neuen Kunden einarbeiten zu müssen.
      3. sie eine deutliche Zunahme von befristeten Arbeitsverhältnissen in der Zeitarbeit bewirkt.
      4. sie zum Verlust von Ansprüchen aus dem Tarifvertrag führt: Urlaubstage, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, fallen hinter den bisherigen Standard zurück. Betriebliche Altersvorsorge kann nur deutlich schwerer aufgebaut werden.
      5. kurze Überlassungszeiten verhindern Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Die negativen Folgen für die Zeitarbeitnehmer sind:

        1. Verstärkte Zukunftsängste bei der Lebens- und Familienplanung
        2. Angst vor einer beruflichen und privaten Abwärtsspirale.
        3. Verstärkte Altersarmut, die per Gesetz verordnet wurde.

Zu 1: Laut EU-Recht ist Zeitarbeit auf die Einsätze bezogen vorübergehend. Das ist im AÜG quantifiziert umgesetzt worden. Das ist in sofern nichts Neues, da es auch schon früher Höchstüberlassungsregelungen gab (3,6,9,12und 24 Monate). Die EU Mitgliedsstaaten sind gehalten diese Richtlinie umzusetzen. Das AÜG hat eine tarifliche Öffnungsklausel, dass die Einsatzdauer per Tarifvertrag bis 48 Monate und unter bestimmten Umständen darüberhinaus verlängert werden kann. Das EU-Recht kann nicht ignoriert werden. Bei Verlängerungen sind also eher die Tarifpartner gefragt. Weiterlesen