13 Dez 2018

Qualität in der Beratung zeigt sich im Detail

Keine Kommentare Personaldienstleistung

Dass sich eine schlechte Beratung negativ für Zeitarbeitsunternehmen auszahlen kann, haben z.B. die Anwender Christlicher Tarifverträge kennen gelernt. Nachdem LAGs die Unwirksamkeit der CGZP – Tarifverträge festgestellt hatten, wurde selbst bist kurz vor dem abschließenden Urteil des BAGs (Tarifverträge sind Unwirksam)  im Dezember 2010 die weitere Anwendung dieser Tarifverträge empfohlen, da man die Einschätzung hegte, dass das BAG keinesfalls die Unwirksamkeit dieser Tarifverträge feststellen würde. Hingegen hatte der Unterzeichner schon im Herbst 2003 in der Fachzeitung AIP auf die Unwirksamkeit der CGZP hingewiesen und vor der Anwendung gewarnt.

Mit dem novellierten AÜG von 2017 scheint der Unterzeichner einer der Wenigen zu sein, der zum Thema „Was gehört zum Equal Pay (Gleichstellung)?“ die gesetzeskonforme Anwendung empfiehlt. Diverse „Berater“ und auch die großen Verbände behaupten im Gegensatz zum Unterzeichner, dass die Gleichstellung vom Gesetzgeber nicht definiert ist. Die Hinweise auf Definitionen der Gleichstellung – dass auch die Urlaubstage dazugehören – in mehreren BAG-Urteilen in der Gesetzesbegründung und in der Durchführungsanweisung zum AÜG werden als nicht relevant angesehen, da dies ja nur die CGZP-Anwender betreffe. Hier scheint die irrige Meinung vorzuherrschen, dass die gesetzliche Gleichstellung bei den Anwendern von DGB- Tarifgewerkschaften eine Andere ist.

Da eine nicht korrekte Anwendung der Gleichstellung bei Zeitarbeitsunternehmen mit einem Bußgeld bis zu 500.00,00 € sanktioniert werden kann, bringen solche mit Risiken behafteten Empfehlungen von Beratern und Verbänden die Unternehmen der Branche in Gefahr.

Warum der Urlaub  zur Gleichstellung gehört lesen Sie  hier.

Norbert Fuhrmann

Bestellter Sachverständiger                                
 für Personaldienstleistungen
14 Nov 2018

Arbeitgeber Audi im Dieselskandal: Die Letzten beißen die Hunde

Keine Kommentare Compliance

Bei Audi in Ingolstadt etwa sind die Folgen für die Mitarbeiter bisher überschaubar – umso härter trifft es die Zulieferer und die Allerletzten in der Arbeitskette, die Zeitarbeiternehmer.

Die Arbeitnehmer der Zulieferer (z.B. bei Imperial) Fahren Kurzarbeit und verdienen etwas weniger. Schlimmer trifft es Zeitarbeitnehmer. Sie wurden abgemeldet und sind jetzt teilweise arbeitslos. Einige Personaldienstleister haben sich während der Einsatzzeit nicht korrekt verhalten. Obwohl Zeitarbeitnehmer in der M+E Kontraktlogistik (branchenzuschlagspflichtig) eingesetzt waren, wurden nicht allen Mitarbeitern Branchenzuschläge bezahlt.

Es gibt die Leiharbeiter ohne Branchenzuschlag. Daneben der ‚Imperialer‘, der die gleiche Tätigkeit mit Tarifvertrag macht und 2.400 Euro kriegt, und dann die ‚High Class‘ der Logistiker bei Audi mit Jahressondervergütung, Erfolgsbeteiligung und so weiter. Das ist ungerecht.“ bemerkt Gerhard Stelzer von IG Metall.

Quelle: https://bit.ly/2TbWy6f

13 Nov 2018

Gastbeitrag von Dieter Hildner zur Petition des Randstad Betriebsrates zur Höchstüberlassungsdauer

Keine Kommentare Personaldienstleistung

Sehr geehrte Damen und Herren,


vielen Dank für die zutreffende Argumentation von ihrer Seite. Auf solche Betriebsräte die nur ihrem Arbeitgeber behilflich sein wollen , kann man getrost verzichten. Eine Initiative zu ergreifen, die auch die Arbeitnehmer am Wohlstand teilhaben lässt, hierzu fehlt jeglicher Mut.

Die um sich greifende Armut kommt daher, dass die Tarifpartner einen Tarifvertrag vereinbart haben, der bei den Leiharbeitnehmern zwangsläufig in die Altersarmut führt. Hierzu müßte schon von der Bundesregierung ein höherer Mindestlohn beschlossen werden, der auch zum Leben reicht. Wenn dies nicht geschieht macht sich die Regierung mitschuldig an der schon weit verbreiteten Altersarmut.

Die Einbußen bei den Wählerstimmen für die großen Parteien machen doch sichtbar, wie es wirklich bei den Menschen aussieht und die Parteien wissen meistens nicht woran es gelegen haben soll, dass sie so wenig Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Es ist nicht hinzunehmen, dass es diese Unterschiede bei  den Löhnen und Gehältern gibt und der Mindestlohn von einer Kommission festgelegt wird, die davon nicht leben braucht und von der Regierung ohne besondere Prüfung durchgewunken wird.

Im vorliegenden Fall ist die Petition viel zu einseitig erstellt worden, die Argumente sind nur vorgeschoben. Mit dem Gesetz sollte erreicht werden, dass Leiharbeitnehmer im Entleihbetrieb fest übernommen werden, deswegen ist die Verweildauer gesetzlich festgelegt worden. Es ist also nur ein Jammern auf hohem Niveau, das die Arbeitgeber der Branche hier veranstalten wollen. Die Prüfung der Petition wird ergeben, dass viele Ungereimtheiten im Gesetz vorhanden sind und sich die Regierung bei der Beschließung des Gesetzes nicht besonders viel Mühe gegeben hat.

Freundliche Grüße

Dieter Hildner