16 Apr 2018

20 Jahre tarifliche Gestaltung in der Zeitarbeit – Rheinland Relations im Interview mit Norbert Fuhrmann

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Norbert Fuhrmann

Norbert Fuhrmann

Vor 20 Jahren fasste Norbert Furhman einen Entschluss, der die Zeitarbeit komplett veränderte und später für einen massiven Aufschwung in der Personaldienstleistung sorgte: Er führte den ersten Tarifvertrag der Branche ein und sorgte mit diesem Schritt für die nachhaltigste Veränderung der Zeitarbeit. Anlässlich dieses Jubiläums führte Rheinland Relations ein Interview mit ihm.

RR:Vor genau 20 Jahren fassten Sie den Entschluss, in der Zeitarbeit Tarifverträge einzuführen. Was war Ihre Intention?

Fuhrmann: Die Zeitarbeit war zum damaligen Zeitpunkt stark gesetzlich reglementiert – also fremdbestimmt – und von den Gewerkschaften bekämpft. Meine Idee war, diese Fremdbestimmung aufzubrechen und die Sozialpartner zu überzeugen, gemeinsam die Branche Zeitarbeit zu gestalten. Weiterlesen

11 Apr 2018

Risiken des Master-Vendor-Modell für Entleiher

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Was ist das Master-Vendor-Modell?

Das Master-Vendor-Modell ist eine besondere Form desOne-site-Managements,bei dem ein Personalbedarf des Entleihers zwar von mehreren Personaldienstleistern abgedeckt wird, aber ein Personaldienstleister die Rolle des Hauptdienstleisters (Master) übernimmt. Der Master stellt beim Kunden einen On-Site-Manager, der das gesamteManagementvor Ort übernimmt. Der On-Site-Manager ist der Ansprechpartner für das Kundenunternehmen und auf Basis eines Rahmenvertrages berechtigt, die Überlassungzusätzlicher Zeitarbeitnehmer über weitere Personaldienstleister zu veranlassen. Die weiteren Personaldienstleister werden Co-Partner genannt. Weiterlesen

27 Mrz 2018

„Equal Pay“ entspricht nicht der Gleichstellung im AÜG – Vorsicht vor falschen Empfehlungen

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Durchsucht man das AÜG nach dem Begriff „Equal Pay“, kann man nicht fündig werden. Immer wieder geht es um den Begriff „Gleichstellung der wesentlichen Arbeitsbedingungen“.

Die Gleichstellung wird im AÜG § 8 „Grundsatz der Gleichstellung“ eindeutig beschrieben:

„(1) Der Verleiher ist verpflichtet, dem Leiharbeitnehmer für die Zeit der Überlassung an den Entleiher die im Betrieb des Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeits-entgelts zu gewähren (Gleichstellungsgrundsatz).“

Es handelt sich bei diesem Grundsatz nicht nur um Arbeitsentgelt (Equal Pay), sondern auch um Arbeitszeit. Die fachlichen Anweisungen zum AÜG definieren die wesentlichen Arbeitsbedingungen eindeutig:

Die wesentlichen Arbeitsbedingungen sind insbesondere Arbeitsentgelt und Arbeitszeit (einschließlich Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Nachtarbeit, Urlaub, arbeitsfreie Tage)“. Weiterlesen

19 Mrz 2018

AÜG Beratung für Kliniken – Fremdpersonaleinsatz sicher gestalten

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Die I.Q.Z GmbH bietet neuerdings Kliniken eine Beratung bei allen Fragen rund um das reformierte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Das im April vergangenen Jahres verschärfte Zeitarbeitsregelwerk stellt Kliniken vor große Herausforderungen. Es drohen beispielsweise nach Ablauf von 9 Monaten Mehrkosten und nach Ablauf der Überlassungsdauer von maximal 18 Monaten operative Probleme. Die im Gesetz geforderte vertragliche Offenlegung, verbundenen mit der Konkretisierungspflicht, bringt mehr Verwaltungsarbeit mit sich.

Kunden der Zeitarbeit werden  inzwischen in die Haftung einbezogen. Drohende Bußgelder erfordern einen schärferen Blick auf die Details.

Die AÜG-Reform hat in manchen Bereichen für Unsicherheit gesorgt“ konstatiert Norbert Fuhrmann, bestellter Sachverständiger für Personaldienstleistungen und Geschäftsführer der I.Q.Z, „wir schärfen mit unserer Beratung nicht nur das Bewusstsein für das neue AÜG, sondern schaffen auch die nötige Rechtssicherheit.“