27. Juli 2020
Die Bundesagentur für Arbeit hat die Zeitarbeit für das 2. Halbjahr 2019 veröffentlicht. Damit ergibt sich für 2019 folgendes Bild: Im gesamten Jahr 2019 waren durchschnittlich ca. 830 Tausend Mitarbeiter/innen in der Zeitarbeit beschäftigt. Im Vergleich zu 2018 sank die Beschäftigtenzahl um 10,85 %. Vergleicht man den Durchschnittswert der Branche mit dem der 10 größten Zeitarbeitsunternehmen, so sind diese mit durchschnittlich -12,2 % stärker geschrumpft. Die Beschäftigungsdauer der...

21. Juli 2020
Seit 1971 gilt im deutschen Sozialversicherungsrecht die Mithaftung des Entleihers für die korrekte Berechnung und Abführung gesetzlichen Unfall- und Sozialversicherung. Zwar schuldet die Sozialversicherungsbeiträge in erster Linie der Verleiher, weil er der Arbeitgeber ist. Der Entleiher kann aber gemäß § 28e Abs. 2 SGB IV ebenfalls für diese haftbar gemacht und in Anspruch genommen werden. Er haftet also wie ein Bürge für die SV - Abgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile) der...
20. Juli 2020
Vor 3 Jahren starteten wir unser Compliance-Projekt scan4safety. Wir auditierten im Vorfeld einer Prüfung der Aufsichtsbehörden die Unterlagen und begleiteten das jeweilige Unternehmen während einer Prüfung. Unser Voraudit umfasste alle relevanten Kriterien einer Prüfung durch die Aufsichts-behörden. Der Erfolg unserer Kunden bestätigt unser Konzept. Alle mehr als 30 von uns begleiteten BA-Prüfungen sind ohne Beanstandungen durch die Aufsichtsbehörden verlaufen. Darunter befanden sich...

13. Juli 2020
Zur Abgrenzung zwischen Werk- bzw. Dienstverträgen und der Arbeitnehmerüberlassung wurde in der letzten Novellierung des AÜG die Offenlegung der jeweiligen Vertragsverhältnisse definiert. Ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag bedarf immer der Schriftform und muss nachweislich vor Beginn einer Überlassung manuell oder mit qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz unterzeichnet werden. Ist das nicht der Fall, wird der Einsatz als illegale Überlassung gewertet. Das...
02. Juli 2020
Die Durchschnittberechnung wird bei den Tarifverträgen BAP/iGZ in mehreren Stufen beschrieben. Dabei wird der Durchschnitt des Stunden- und des Geldfaktors für Normal- und Überstunden ermittelt und addiert und mit 65 Tagen multipliziert. Die daraus resultierende Dreimonats-Summe wird dann wieder durch 65 Tage geteilt, um einen Tagessatz zu bekommen. Dieser umständliche Ansatz erinnert mich an das Lied „Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen...“. Die gesetzliche Grundlage ist...
29. Juni 2020
Tarifverhandlungen bedürfen einer sorgfältigen und klugen Vorbereitung, um sie professionell führen zu können. Eigene Ziele und die Verhandlungsstrategie müssen klar und eindeutig definiert werden. Die Wirkung von Entgelterhöhungen sind leicht nachvollziehbar. Auswirkungen für die Praxis durch Regelungen im Mantel- oder Entgeltrahmentarfverträgen sind dagegen von Nichtprofis kaum erkennbar. Fehlt es in den Verhandlungen an Tarifexperten mit Erfahrungen aus der Praxis, wird es für die...
04. Mai 2020
Die Grünen verlangen eine deutliche Aufwertung der Leiharbeit. „Was wir brauchen ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit und einen Flexibilitätsbonus, also einen Gehaltszuschlag, für Leiharbeitskräfte“, sagte die Sprecherin für Arbeitnehmerrechte der Grünen-Bundestagsfraktion, Beate Müller-Gemmeke, der „Welt“ (Freitagsausgabe). Zeitarbeit wäre dann für die Einsatzunternehmen auch kein Modell mehr, um die Lohnkosten zu drücken, sondern werde zu einem Instrument, „um in Zeiten...
28. April 2020
Bei der Überlassung von Pflegepersonal gibt es die Variante der auf den Auftrag bezogenen befristeten Beschäftigung. Von Arbeitnehmern – genannt „Projektarbeit“. Dieses Modell spart dem Arbeitgeber Kosten für Sonderzahlungen und Zahlungen für unproduktive Zeiten. Für den Entleiher müssten diese Kostenein-sparungen zu niedrigeren Stundenverrechnungssätzen führen als bei unbefristet Beschäftigten. Werden diese Einsparungen – ähnlich wie in Frankreich – dem Mitarbeiter mit...
08. April 2020
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) weist Arbeitgebern darauf hin, dass in der aktuellen Krisensituation auch kurzfristige, erlaubnislose Überlassungen von Personen möglich sind. In Manier eine Boulevardzeitung wird diese Entscheidung von einigen wie folgt kommentiert: „BMAS-Entscheidung ist für die Zeitarbeit eine ordnungspolitische Katastrophe!“ Dabei wird ausgeblendet, dass das bestehende AÜG grundsätzlich unter bestimmten Umständen eine erlaubnislose Überlassung...
18. Februar 2020
Seriöse Beratung zielt darauf ab, dass einschlägige Gesetze und Tarifverträge in den jeweiligen Kundenbetrieben beachtet werden. Eine umfangreiche prüfungssichhere Compliance-Kenntnis, praktische Erfahrung bei der rechts- und haftungssicheren Anwendung der Gesetze und eine ausgewiesene Tarifexpertise sind essentielle Qualitätsmerkmale. Hier können Halbwissen und Falschinformationen ansonsten sehr teuer werden. Die Beraterqualität in der Zeitarbeit ist in der Tat objektiv prüfbar. Hierzu...

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