Der Versuch einer nüchternen Analyse des am 28.06.2012 zur Abstimmung stehenden Verhandlungsergebnis zur Zeitarbeit.
Am 30.06.2012 24:00 Uhr läuft die Erklärungsfrist zum Verhandlungsergebnis der Tarifparteien BAP / iGZ einerseits und der IG-Metall andererseits ab. Die beim BAP zuständige Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis schon zugestimmt. Mit Spannung wird auf die Mitgliederversammlung des iGZ (dort wird laut Satzung durch die Mitglieder abgestimmt) am 28.06.2012 geschaut. Es steht eine richtungsweisende Abstimmung über eine neue Tarifstruktur mit Branchenzuschlägen als Anpassungsprozess an die Löhne der Stammbeschäftigten an. Diese Anpassung soll zeitlich in 5 Schritten über einen Zeitraum von 9 Monaten geschehen. Die iGZ Mitgliedschaft wird also entscheiden, ob dieser Weg begangen wird.
Allen Unternehmen war und ist klar, dass – auch wegen der politischen Vorgaben von Frau von der Leyen eine Anpassung an die Löhne der Stammbeschäftigten erfolgen muss. Sie hat den Tarifpartnern die Aufgabe gegeben, bis zum Sommer diesen Jahres eine tarifliche Lösung zu finden. Sollte das nicht geschehen, würde der Gesetzgeber eine Regelung schaffen.
Den ersten Ansatz, Anpassung durch Branchenzuschläge zu realisieren, gab es Oktober 2011 mit dem TarifPlus -TV (abgeschlossen von der Tarifgemeinschaft TQZ mit der IG-Metall). Dieser Tarifvertrag wurde sowohl vom Staatssekretär im Arbeitsministerium -Herrn Hofe- wie auch vom Arbeitgeberpräsident Hundt als beispielhaft bezeichnet. Eine Anpassung wurde durch höhere Grundlöhne und Branchenzuschläge vereinbart, die vom ersten Tag der Überlassung wirksam werden.










